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Corona-Infektionen an Schlachthöfen: Entspannung in den vergangenen Tagen

Corona Schlachthof Schlagzeilen

Das Corona-Infektionsgeschehen bei Schlachthofmitarbeitern und die angeordneten Untersuchungsmaßnahmen in Schlachthöfen in mehreren Bundesländern haben in dieser Woche ein breites Medienecho ausgelöst. Die Laborbefunde der behördlich angeordneten Massentests zeigten in den vergangenen Tagen bislang überwiegend negative Ergebnisse.
ISN: Bisher lassen die Ergebnisse der in dieser Woche durchgeführten Corona-Tests Hoffnung aufkommen, dass aktuell keine weiteren Hotspots für Corona-Infektionen an den größeren Schlachthöfen in NRW entstehen.

 

Untersuchungsergebnisse an größeren Schlachthöfen lassen vorerst aufatmen

 

Diese Woche wurde in NRW, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit der Durchführung von Corona-Tests bei über 45.000 Mitarbeitern in den großen Schlachtunternehmen begonnen. Anlass waren die Ausbrüche in einzelnen Schlachtstätten und die vorübergehende Schließung des Schlachtbetriebs am 08.05.2020 bei Westfleisch in Coesfeld. Erste Ergebnisse der Massentests wurden im Laufe der Woche veröffentlicht und lassen die Hoffnung zu, dass keine weiteren Corona-Hotspots an den größeren Schlachtstätten in NRW entstehen.

Beim Schlachtunternehmen Tönnies sind laut dem Landkreis Gütersloh inzwischen allein in Rheda 5604 Tests vorgenommen worden, von denen – Stand heute 8 Uhr - 1.629 Befunde vorliegen, die alle negativ waren. Das war zuvor auch schon in Kellinghusen (Schleswig-Holstein) der Fall. In Weißenfels (Sachsen-Anhalt) sind die Tests bei den 2.500 Mitarbeitern am dortigen Tönnies-Standort gestern angelaufen.

 

Auch die Westfleisch hatte zuletzt gute Zahlen zu vermelden: An ihren NRW-Standorten in Lübbecke, Hamm und  Gelsenkirchen sowie im niedersächsischen Bakum waren alle Proben (insgesamt rund 2300)  negativ. In Coesfeld ist die erste Untersuchungsreihe inzwischen abgeschlossen, bei der am Ende 268 Mitarbeiter ein positives und weitere 662 Mitarbeiter ein negatives Testergebnis aufwiesen. Die Westfleisch hat inzwischen ein Hygienekonzept vorgelegt, das aktuell geprüft wird und das maßgeblich für die Entscheidung über den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Schlachtbetriebes an dem Standort ist.

 

In Hilden am Fleischzerlegebetrieb der Vion war einer von 219 Corona-Tests positiv und in Husum am Schlachthof des Unternehmens Danish Crown waren drei von 340 Tests positiv. Nur einen positiven Corona-Test gab es beim Schlachtunternehmen Tummel in Schöppingen, während der benachbarte Zerlegebetrieb Boeser stärker betroffen war. Dieser hatte aufgrund der Zahl der unter Quarantäne gestellten Mitarbeiter den Zerlegebetrieb von sich aus zunächst eingestellt.

Ebenfalls eingestellt ist der Betrieb im Schlachthof Bochum. Die bisherigen Tests der Belegschaft waren bis zum Dienstagabend in 249 Fällen negativ, in 27 Fällen positiv.

 

Insgesamt 77 positive Corona-Fälle waren nach heutigem Stand bereits am Geflügel-Schlachthof von Wiesenhof in Bogen in Bayern zu verzeichnen. In der Reihenuntersuchung wurden 923 Beschäftigte des Unternehmens getestet - 150 stehen noch aus. Vor der Reihenuntersuchung waren bereits 18 Infektionen festgestellt worden.

Die ISN meint:

Bisher lassen die Ergebnisse der in dieser Woche durchgeführten Corona-Tests Hoffnung aufkommen, dass aktuell keine weiteren Hotspots für Corona-Infektionen an den größeren Schlachthöfen in NRW entstehen. Wichtig ist, dass alle Beteiligten weiter besonnen vorgehen, um die schwierige Corona-Situation zu überwinden. Es geht darum, die Mitarbeiter auf den Schlachthöfen gegen Corona-Infektionen zu schützen und gleichzeitig einen kontrollierten Schlachtbetrieb aufrecht zu erhalten bzw. wieder neu zu starten.

 

 

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