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Corona-Infektionen in Schlachtbetrieben – Update 13. Mai: Gute Ergebnisse und Zeichen der Entspannung

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Weitere Ergebnisse der seit Anfang dieser Woche groß angelegten Untersuchungen an größeren Schlachthöfen - insbesondere aus NRW - wurden heute bekannt gegeben. Diese lassen Hoffnung aufkommen, dass aktuell keine weiteren Hotspots für Corona-Infektionen an den größeren Schlachthöfen entstehen. So sind beispielsweise die ersten Ergebnisse bei Tönnies in Rheda wie schon zuvor in Kellinghusen ebenso negativ wie auch die Testergebnisse an den Westfleisch-Standorten in Hamm, Lübbecke, Gelsenkirchen und im niedersächsischen Bakum. Auch am Markt sind Zeichen der Entspannung zu erkennen, die VEZG-Notierung für Mastschweine blieb heute bei 1,60 € stehen.

ISN: Das sind gute Nachrichten – die ersten Ergebnisse der zahlreichen Corona-Test bei Mitarbeiten auf größeren Schlachthöfen in NRW sind fast durchgehend negativ. Bislang deutet nichts auf einen weiteren Corona-Hotspot hin. Jetzt heißt es weiter von allen Seiten besonnen zu agieren. So kann der Markt weiter stabilisiert werden.   

 

 

Negative Testergebnisse an großen Schlachtstandorten

Erfreuliche Nachrichten gab es heute von mehreren größeren Schlachtunternehmen hinsichtlich der Corona-Testergebnisse:

  • Der größte deutsche Schweineschlachter - das Unternehmen Tönnies - gab heute die ersten Testergebnisse für seinen Standort in Rheda-Wiedenbrück bekannt. Dort seien alle der bislang 784 vorliegenden Laborbefunde negativ ausgefallen. Weitere Ergebnisse folgen, denn insgesamt sind dort bereits 2.100 Proben von Mitarbeitern genommen worden. Zuvor waren auch bereits alle 170 Proben am Tönnies-Standort in Kellinghusen negativ.
  • Gute Nachrichten gab es heute auch für die Nummer 2 im ISN-Schlachthofranking, der Westfleisch. Zum einen wurden in ihrem Lübbecker Rindfleischschlachthof die Tests inzwischen weitestgehend abgeschlossen. Wie der Kreis Minden-Lübbecke mitteilte, waren alle der bislang ausgewerteten 900 Tests negativ. Einige Ergebnisse stehen noch aus. Keine einzige positive Probe, hieß auch das vorläufige Ergebnis am Schlachthof der Westfleisch in Hamm-Uentrup. Hier sind bereits über 1.000 Tests ausgewertet – ca. 150 Ergebnisse fehlen noch. Und auch an einem weiteren Westfleisch Schlachthof sieht es bislang gut aus. In Gelsenkirchen waren ebenfalls alle der bislang 150 ausgewerteten Tests negativ – insgesamt wurden dort 200 Tests durchgeführt. Auch am niedersächsischen Schlachthof der Westfleisch in Bakum gab es ein eindeutiges Gesamtergebnis: Hier sind ebenfalls alle 85 Tests negativ ausgefallen, wie der Landkreis Vechta heute mitgeteilt hat.
  • Lediglich einer von 219 Coronatests, der bei Mitarbeitern am Rinderschlachthof der Vion in Hilden gemacht wurde, war positiv, wie der Kreis Mettmann heute mitteilte. In Bad Bramstedt, an dem Rinderschlachthof an dem die Vion den Schlachtbetrieb selbst aufgrund von Virus-Infektionen vor gut einer Woche eingestellt hatte, soll die Arbeit nach dem Willen des Unternehmens möglichst schnell wieder aufgenommen werden. Das berichtet der NDR.   
  • Ebenfalls nur einen positiven Corona-Test gab es beim Schlachtunternehmen Tummel in Schöppingen, während der benachbarte Zerlegebetrieb Boeser stärker betroffen war. Dieser hatte aufgrund der Zahl der unter Quarantäne gestellten Mitarbeiter den Zerlegebetrieb von sich aus zunächst eingestellt.

Auch in Niedersachsen sollen – wie in NRW – alle Schlachthofmitarbeiter untersucht werden, wie Sozialministerin Carola Reimann heute erklärte. In Niedersachsen sind das 23.700 Mitarbeiter in 183 Betrieben. Zudem dürfen laut Ministerin per Erlass vom vergangenen Montag Werksvertragsarbeiter nicht mehr über Ländergrenzen hinweg eingesetzt werden.   

 

Marktlage stabilisiert

Am Schlachtschweinemarkt legt sich die Panik der Ereignisse der letzten Tage und es zeigt sich eine Beruhigung der Marktlage auf dem erreichten Niveau. Es zeigt sich ein zunehmendes Interesse der Marktteilnehmer aus den verschiedenen Bereichen der Wertschöpfungskette, den freien Fall der Preise zu beenden und die Situation zu stabilisieren. Eine Bodenbildung der Preise ist somit ein wichtiges Signal. Durch die Öffnung der Gastronomie erhofft man sich nun die nötigen Impulse. Erste vorsichtige, leicht positive Tendenzen sind bereits festzustellen. 

 

Die ISN meint:

Das sind gute Nachrichten – die ersten Ergebnisse der zahlreichen Corona-Test bei Mitarbeiten auf größeren Schlachthöfen in NRW sind fast durchgehend negativ. Bislang deutet nichts auf einen weiteren Corona-Hotspot hin. Jetzt gilt es weiter von allen Seiten besonnen zu agieren. Das heißt: Schlachthofmitarbeiter schützen – mit sinnvolle Maßnahmen ohne Überbietungswettbewerb. Schlachtungen aufrecht erhalten, um nicht zu einem Tierschutzproblem durch sich anstauende schlachtfertige Schweine zu kommen. Und normales Verkaufsverhalten bei der Schweinevermarktung, um nicht unnötig Druck in den Markt zu bringen. Dann kann auch der Schlachtschweinemarkt weiter stabilisiert werden, wie die heute gleich gebliebene VEZG-Notierung für Schlachtschweine nach den Wochen des Preisrückgangs gezeigt hat.

 


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