17.08.2018rss_feed

ASP: Zweiter Fall in China – Infizierte Schweine über 2.300 km weit transportiert

Infizierten Schweine 2.300 km quer durch China transportiert

Infizierten Schweine 2.300 km quer durch China transportiert

In China wurde ein zweiter Fall von afrikanischer Schweinepest (ASP) gemeldet. Besonders besorgniserregend an diesem Fall: Die infizierten Schweine wurden 2.300 km quer durch China transportiert. Ihre Reise begann in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang und endete in einem Schlachthof der WH Group in der Stadt Zhengzhou in der zentralen Provinz Henan. Nun wird befürchtet, dass sich das Virus schnell im ganzen Land ausbreitet.

 

Die 30 erkrankten Tiere wurden von einem Betrieb in der Nähe von Jiamusi (Provinz Heilongjiang) aufgezogen und legal auf einem Lebendmarkt für Schweine feilgeboten. Das ASP-Virus konnte vor dem Eintreten der Schweine in den Schlachtprozess diagnostiziert werden. Weitere 230 Schweine wurden vorsorglich gekeult, berichtet die OIE - Weltorganisation für Tiergesundheit.

 

Schlachthof versiegelt

Die örtlichen Behörden stellten den Schlachtbetrieb ein und versiegelten den Schlachthof, der von Chinas größtem Schweinefleischverarbeiter Henan Shuanghui Investment & Development, einer Tochtergesellschaft der WH Group, bewirtschaftet wird.

Die WH Group ist der weltweit größte Schweinefleischproduzent und agiert global mit Betrieben in China, den USA, Mexiko, Polen und Rumänien. Das Tochterunternehmen Shuanghui betreibt 15 Schlachthöfe, mit einer jährlichen Gesamtkapazität von 30 Millionen Schweinen verteilt in ganz China.

 

Virus im Zentrum der chinesischen Schweineproduktion

In der Region, durch die infizierten Tiere transportiert wurden und in der sich der Schlachthof befindet, liegt das Zentrum der chinesischen Schweineproduktion. Viele weitere große chinesische Schweinefleischproduzenten unterhalten dort Schweinebetriebe und die dazugehörigen Schlachtstätten. Die Gefahr, dass sich das Virus nun schnell im ganzen Land ausbreitet, ist deutlich gestiegen. Dementsprechend alarmiert sind die chinesischen Behörden und haben umgehend einen Notfall- und Notfallplan umgesetzt, der strenge Blockade-, Desinfektions- und Bewegungskontrollmaßnahmen umfasst, so die OIE.

 

Im ersten chinesischen ASP-Fall wurden vorsorglich über 8.000 Schweine in der Provinz Liaoning getötet:


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