26.05.2016 rss_feed

Vegane Leberwurst und Co. - Irreführung im großen Stil?

Verwirrende Vielfalt: Vegetarische und Vegane Fleischersatzprodukte

Verwirrende Vielfalt: Vegetarische und Vegane Fleischersatzprodukte

Jetzt geht es endlich um die Wurst! Aus Sicht der ISN sind viele vegetarische und vegane Fleischprodukte eine Mogelpackung und stellen eine riesige Irreführung der Verbraucher dar.Wie werden eigentlich Fleischesser vor diesen komponierten Produkten geschützt?

Ist es Ihnen nicht auch schon passiert, dass Sie aufgrund der fast identischen Anmutung zur falschen Packung im Regal gegriffen haben, weil Sie das Wörtchen vegan, veggie oder vegetarisch nicht vor dem Fleischsalat gesehen haben?  

 

Wieso heißt ein Fleischsalat ohne Fleisch eigentlich Fleischsalat?

Abseits der bisher vorherrschenden gesetzlichen Regellosigkeit und ungenügenden juristischen Betrachtung stellen sich aus Verbrauchersicht viele Fragen. Zum Beispiel: Wieso heißt ein Fleischsalat ohne Fleisch eigentlich Fleischsalat? Was genau ist eigentlich eine vegane Leberwurst? Wir als ISN sind diesen Fragen nachgegangen, denn wir sind der Meinung, dass nach dem Motto Klarheit und Wahrheit nur das auf der Packung stehen sollte, was auch drin ist.

 

Verbraucherschützer üben sich in vornehmer Zurückhaltung

Die Verbraucherorganisation Foodwatch vergibt seit 2009 den Goldenen Windbeutel für die nach eigener Aussage frechste und dreisteste Werbemasche. Gerne kritisiert Foodwatch Etikettenschwindel bei allen möglichen Produkten - und nimmt auch (berechtigt oder nicht) immer wieder gerne Fleischprodukte ins Visier – wo aber ist deren sonst so energische Stimme bei den veganen und vegetarischen Ersatzprodukten? Hier übt man sich in vornehmer Zurückhaltung, dabei bieten sich die Fleischimitate doch geradezu an? Oder widerspricht das dem Mainstream des Ökopopulismus? Denn während bei Fleischprodukten ganz genau geschaut wird, unter welchen Bedingungen produziert und wieviel wovon und woher enthalten ist, scheint dies bei den fleischfreien Nachbauprodukten gänzlich egal zu sein!


Titelbild der aktuellen Ökotest-Ausgabe (Juni 2016) Quelle: oekotest.de

Titelbild der aktuellen Ökotest-Ausgabe (Juni 2016) Quelle: oekotest.de

Ökotest verteilt schlechte Noten

Wer sich mit dem Milchanteil in einer Milch-Schnitte beschäftigt, der sollte sich doch bitte auch mit dem Fleischanteil im veganen und vegetarischen Fleischsalat auseinander setzen! Im Sinne der irregeführten Verbraucher wohlgemerkt. Aber nicht nur die selbsternannten Essensretter halten sich hier bedeckt, auch die Verbraucherschutzverbände kommen bei diesem Thema Ihrem Auftrag nur ungenügend nach. Ist man hier etwa befangen? Dabei sprechen doch auch die aktuellen Ergebnisse der Zeitschrift Ökotest in Bezug auf diese Produkte eine deutliche Sprache: zu salzig, zu fett, konzentrierte glutamathaltige Zusätze, enthaltene Mineralölkohlenwasserstoffe, schlechte Kennzeichnung und vieles mehr.


Ökotest – Miese Noten für vegane und vegetarische Fleischersatzprodukte

Original und Analogprodukt - schonmal daneben gegriffen?

Ohne Frage: Jeder soll essen was er will – aber jeder soll auch klar erkennen was er isst. Dieser große Anspruch gilt schließlich auch für das Original, die echte Wurst! Die breit geführte Tierwohldebatte ist ein eindrücklicher Beleg dafür.  

Bei unseren umfangreichen Recherchen haben wir viele Produkte nebeneinander gelegt und festgestellt, dass Original und Analogprodukt optisch oft kaum zu unterscheiden sind. Das ist eine Sauerei, egal ob man vegan, veggie oder vegetarisch davor schreibt!

 

Haben Sie sich auch schon einmal vergriffen? Schicken Sie uns Bilder mit Original und Fälschung, die Sie besonders ärgern an isn@schweine.net. Wir nehmen diese gerne in unsere Sammlung mit auf!

 



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