Update China-Reise: Konkreter Fahrplan zum Regionalisierungsabkommen

Bundesminister Alois Rainer und sein chinesischer Amtskollege Zhang Zhu, Minister für Landwirtschaft und Ländliche Angelegenheiten © BMLEH
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat in seinen Gesprächen in China einen entscheidende Durchbruch bei den Verhandlungen zur Wiederöffnung des chinesischen Marktes erzielt: Chinesische Experten werden zeitnah nach Deutschland reisen, um sich vor Ort ein Bild von den Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen zu machen. Dies legt das Fundament für ein konkretes Regionalisierungsabkommen.
ISN: Nach dem wegweisenden Anstoß durch Bundeskanzler Friedrich Merz hat Minister Alois Rainer den Ball aufgenommen, die Tür weiter geöffnet und nun einen konkreten Fahrplan vorgelegt. Jetzt heißt es dranbleiben, bis die Tinte unter dem Regionalisierungsabkommen trocken ist!
Auf Einladung von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) werden kurzfristig chinesische Experten nach Deutschland reisen, um sich die hochwirksamen Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) anzuschauen. Diese Zusage von Chinas Landwirtschaftsminister Zhang Zhu und Zollministerin Sun Meijun gilt als der entscheidende nächste Schritt und die zentrale Voraussetzung für das angestrebte Regionalisierungsabkommen. Ziel ist es, Handelsbeschränkungen künftig wissenschaftsbasiert und im Einklang mit den Regeln der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) auf tatsächlich betroffene Restriktionsgebiete zu begrenzen, sodass sichere Lieferungen aus ASP-freien Regionen Deutschlands wieder möglich werden. Zuletzt hatten beide Staaten den Willen zu einer raschen Vereinbarung mit einer Absichtserklärung im Rahmen der China-Reise von Bundeskanzler Friedrich Merz untermauert.
Die Reise der Delegation aus Deutschland stand ganz im Zeichen der im Dezember 2025 vorgestellten Agrarexportstrategie Moderne Agrarexporte – Made in Germany
, die insbesondere mittelständische Betriebe im ländlichen Raum beim Zugang zu internationalen Märkten unterstützen soll.
Die ISN meint:
Bundeskanzler Friedrich Merz hat mit seinem Besuch in China für die deutschen Exporte nach Asien die Tür weit aufgestoßen. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat diesen Ball nun aufgenommen, geht konsequent weiter und legt nun mit einem konkreten zeitnahen Fahrplan für das Regionalisierungsabkommen
nach.
Das ist ein äußerst positives Signal für die deutsche Schweinehaltung, das dringend benötigt wird!
, lobt ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack. Die Wiederöffnung der asiatischen Märkte und der Abschluss von Regionalisierungsabkommen sind von überragender Bedeutung. Das derzeitige wirtschaftliche Desaster am deutschen Schweinemarkt ist zu einem erheblichen Teil auf die fehlenden Drittlandexporte aus Deutschland und der EU infolge der ASP-Sperren zurückzuführen.
Staack ergänzt: Jetzt heißt es dranbleiben, bis die Tinte unter dem Regionalisierungsabkommen trocken ist und tatsächlich der Handel wieder losgehen kann.