17.01.2019rss_feed

Update ASP: Virus nähert sich Frankreich – Proteste in Polen

ASF im Baltikum, in Belgien, Bulgarien, Polen, Rumänien, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Ukraine 2019, Stand 15.01.2019 (Quelle: FLI)

ASF im Baltikum, in Belgien, Bulgarien, Polen, Rumänien, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Ukraine 2019, Stand 15.01.2019 (Quelle: FLI)

Aus dem südbelgischen Infektionsgebiet der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist die Tierseuche westwärts näher an Frankreich herangerückt.

 

Der wallonische Landwirtschaftsminister René Collin gab vergangene Woche bekannt, dass sich der ASP-Verdacht bei zwei geschossenen Wildschweinen in der Nähe von Meix-devant-Virton, das außerhalb der strenger gesicherten Sicherheitszone 1 liegt, bestätigt habe.

Laut belgischem Bauernverband liege der Fundort nur 2 km von der französischen Grenze entfernt. Als Reaktion wurden die Puffer- und Überwachungszonen erweitert.

 

In der Pufferzone wird die vollständige Eliminierung der Wildschweine angestrebt. Nun werden zusätzliche Tierfallen eingerichtet, weitere Zäune errichtet und Nachtpatrouillen in Zusammenarbeit mit Jägern organisiert. In der Pufferzone gelten unter anderem ein Jagdverbot und Einschränkungen der Forstnutzung. Nach Angaben der Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) vom 7.1. sind bisher 288 ASP infizierte Wildschweine in Belgien gefunden worden, berichtet AgE.

 

Polen: Proteste gegen Pläne der Regierung

In Polen sorgt unterdessen der Plan von Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowsky, alle Wildschweine in den ASP-Gebieten abzuschießen, für Proteste. Tier- und Umweltschützer sprachen Pressemeldungen zufolge von einem sinnlosen Massaker an mehr als 200.000 Tieren. Für Entsetzen sorgt auch, dass die Jäger vor allem auf trächtige Säue schießen sollen. Dafür soll eine Prämie von 150 € gezahlt werden.

 

Rumänien erhält finanzielle Unterstützung

Rumänien erhielt Ende 2018 die zweite Tranche von 3,9 Mio. € für Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der ASP von der EU-Kommission. Das Land war 2018 mit 1.163 Ausbrüchen in Nutzschweinbeständen und gut 364.000 gekeulten Tieren in der EU am stärksten von der Tierseuche betroffen.


ISN meint:

Auch wenn hierzulande zum Glück nach wie vor kein Fall von ASP aufgetreten ist, heißt es weiterhin: Absolute Vorsicht und alle Hygienemaßnahmen strikt einhalten!


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