09.07.2020rss_feed

Tönnies-Verwaltung darf wieder arbeiten

Tönnies-Verwaltung in Rheda-Wiedenbrück (Bildquelle: Tönnies)

Tönnies-Verwaltung in Rheda-Wiedenbrück (Bildquelle: Tönnies)

Vor drei Wochen wurde der Schlacht- und Zerlegebetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück heruntergefahren. Derzeit laufen Beratungen zwischen Behörden und Unternehmensleitung, wann und unter welchen Voraussetzungen die Arbeit wieder aufgenommen werden darf. Noch gilt die Schließungsverfügung bis zum 17. Juli 2020, erste Teilbereiche dürfen aber vorher schon starten. Ab heute dürfen erstmals die Verwaltungsmitarbeiter das Werksgelände wieder betreten.

ISN: Nur ein ganz kleiner erster Schritt in die richtige Richtung. Die Schweinehalter brauchen vielmehr dringend das Anlaufen des Schlacht- und Zerlegebetriebes in Rheda. Der Gütersloher Landrat Adenauer ist in der Verantwortung zur schnellen Lösungsfindung!

 

Seit drei Wochen steht der Schlacht- und Zerlegebetrieb beim Tönnies-Standort Rheda-Wiedenbrück nach einem Corona-Ausbruch unter den Mitarbeitern still. Seit Anfang dieser Woche laufen nun endlich Gespräche zwischen Vertretern der Stadt Rheda-Wiedenbrück, des Kreises Gütersloh, der Bezirksregierung und der Unternehmensleitung von Tönnies, wann und unter welchen Voraussetzungen im Werk in Rheda-Wiedenbrück der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Zuvor hatte Tönnies ein Hygienekonzept vorgelegt. Landrat Sven-Georg Adenauer erklärte im Rahmen einer Pressekonferenz, dass das von Tönnies vorgelegte Konzept teilweise in die richtige Richtung gehe, aber noch längst nicht alles erfülle, was erforderlich sei. Da muss das Unternehmen noch nacharbeiten und ich gehe davon aus, dass das Unternehmen, das auch tun wird, so Adenauer. Am Dienstag und Mittwoch folgten dann Werksbegehungen durch themenspezifische Arbeitsgruppen. Heute werden die Beratungen fortgesetzt. Erste Ergebnisse aus den bisherigen Begehungen und Verhandlungen sollen voraussichtlich ebenfalls heute bekannt gegeben werden.

 

Verwaltung darf wieder öffnen

Am Mittwochabend wurde für einen ersten Teilbereich grünes Licht zur Öffnung gegeben. Wie die Stadt Rheda-Wiedenbrück mitteilte, dürften durch eine Ausnahmegenehmigung des Bürgermeisters die Mitarbeiter der Verwaltung ihre Arbeit wieder aufnehmen. Mit Blick auf das relativ geringe Infektionsrisiko wird die Wiederaufnahme der Betriebsverwaltung nicht unverhältnismäßig hinausgezögert, erklärte die Stadtverwaltung. Dabei sei sicherzustellen, dass Hygienemaßnahmen und eine räumliche Trennung zu anderen Arbeitsbereichen eingehalten werden. Die Umsetzung des Hygienekonzepts werde durch die Ordnungsbehörde kontrolliert. Wann weitere Bereich des Unternehmens folgen werden, ist noch unklar. Derzeit gilt eine Schließungsverfügung bis zum 17. Juli 2020.

 

ISN meint:

Dass die Verwaltung bei Tönnies in Rheda ihre Arbeit aufnehmen kann, ist ein erster, aber noch ganz kleiner Schritt in die richtige Richtung. Weitaus dringender ist es aber nun, dass die Schlachtung und Zerlegung wieder in Gang kommt, um die zunehmend angespannte Situation am Schlachtschweinemarkt zu entzerren. Besondere Verantwortung dafür, dass es hier so schleppend voran geht, hat der Gütersloher Landrat Adenauer, der bislang mehr durch markige Wahlkampfparolen gegen die Fleischwirtschaft als durch Lösungsfindung aufgefallen ist. Das muss sich ändern, denn die Leidtragenden der Schließung in Rheda sind besonders die Schweinehalter in ganz Deutschland.      


arrow_forwardNäheres dazu finden Sie in unserer gestrigen Meldung: Landrat Adenauer, lassen Sie den Wahlkampf auf dem Rücken der Schweinehalter!


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