27.12.2017 rss_feed

Maskenänderung: Nun auch Vion mit neuer Maske

Logovion

Nach der Westfleisch hat jetzt auch das Schlachtunternehmen Vion mit neuen Masken auf die jüngsten Änderungen beim Branchenprimus Tönnies reagiert. In einem Schreiben an die Lieferanten kündigt Vion an, dass ab dem 08.01.2018 die neuen Masken zur Anwendung kommen werden. Die Wahlmöglichkeit zwischen der Abrechnung nach dem Muskelfleischanteil oder nach Teilstückgewichten soll weiterhin Bestand haben.doneSpeichern

Vion-AutoFom-Maske voraussichtlich etwas schlechter als bei Mitbewerbern

Wesentliche Änderungen der MFA-Maske sind wie bei Tönnies die Kürzung der Zuschläge für den Muskelfleischanteil zwischen 59 und 61 % um einen Cent. Der optimale Gewichtsbereich bleibt mit 86 bis 105 kg unverändert, einen Korrekturabzug gibt es nicht. Damit wird die neue Vion-MFL-Maske zukünftig identisch mit der Tönnies-Maske in Rheda und Sögel sein.

Die Teilstückmaske (AutoFom) ist nicht identisch mit der Tönnies-Maske. Während der Lachs im Optimalbereich mit 3,45 Indexpunkten (IXP) etwas geringer bewertet wird als bei Tönnies (3,6 IXP), wird der Schinken zwischen 17 und 20 kg mit 2,7 IXP (Tönnies: 2,6 IXP) etwas höher bewertet. Auch beim Bauch gibt es leichte Unterschiede. Die Begrenzung der maximalen Indexpunkte auf 1,03 (Tönnies: 1,04) stellt ebenfalls eine Verschlechterung der Maske dar.

Eine abschließende Bewertung steht noch aus. Nach Aussagen der Vion dürfte sich die Maske im Ergebnis nicht wesentlich von den Wettbewerbern unterscheiden.

 

Steigender Maskenschlupf durch Maskenänderungen

In den aktuellen Betriebszweigauswertungen liegen die durchschnittlichen Indexpunkte über alle Schlachtunternehmen hinweg bereits bei annähernd 1,01 IXP. Landwirte haben sowohl Genetik als auch Sortierung auf die Abzugsmasken angepasst und den Maskenschlupf minimiert. Schlachtunternehmen berichten vermehrt, dass insbesondere die Streuung der angelieferten Tiere immer kleiner und die Erfüllung aller Kundenwünsche im Fleischgeschäft so immer schwieriger werde. Mit den jüngsten Maskenänderungen soll demnach der Trend zu immer mageren Tieren ein Stück weit gestoppt werden. Dass dieses Ziel mit den kosmetischen Änderungen gelingt, darf jedoch bezweifelt werden. Im Endeffekt dürften die Schlachtunternehmen durch den wieder steigenden Maskenschlupf lediglich günstiger einkaufen.

 

Eine Übersicht der aktuellen Abrechnungsmasken (AutoFOM und MFL-AutoFOM) können Sie als ISN-Mitglied im Mitgliederbereich herunterladen.

 


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