11.07.2014

Initiative Tierwohl auf der Zielgeraden

Initiative Tierwohl auf der Zielgeraden

Initiative Tierwohl auf der Zielgeraden

Die Initiative Tierwohl befindet sich auf der Zielgeraden und soll zum 01. Januar 2015 starten.

 

Die Initiatoren – darunter auch der Lebensmitteleinzelhandel – haben sich kürzlich über Inhalt und Ablauf der Auditierung der schweinehaltenden Betriebe sowie über die Finanzierung und Abrechnung des Systems geeinigt. Die letzten Hürden – eine abschließende Bewertung durch das Bundeskartellamt - steht noch aus. Zuversichtlich stimmen aber die Aussagen des Präsidenten des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, zu dem Thema.

 

Zur Klarstellung: Eine Anmeldung zur Initiative Tierwohl ist noch nicht möglich, auch wenn es hier landauf und landab verschiedene Aussagen gibt. Wenn der Anmeldemodus klar ist, werden wir Sie u.a. im www.schweine.net  umgehend informieren.

 

Sofern die offenen Punkte schnell abgearbeitet werden können, steht einem Start der Initiative Tierwohl zum Beginn des kommenden Jahres nichts mehr im Wege. Neben einem Grundpaket, dass unter anderem die Einordnung der Schlachtbefunddaten, ein Antibiotikamonitoring und einem lichtdurchlässige Fensterfläche von mindestens 1,5 % der Grundfläche vorsieht, müssen verschiedene Wahlpflicht- und Wahlmaßnahmen erfüllt werden.


Fragen und Antworten zur Initiative Tierwohl sowie zu den Kritierien finden Sie im Mitgliederbereich

Schweinehalter und ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes

Schweinehalter und ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes

Wir zeigen mit der Initiative Tierwohl klar und deutlich, dass wir als Branche in Sachen Tierschutz und Tierwohl freiwillig und auf breiter Basis voran gehen, kommentiert ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes die Initiative. Ich fordere insbesondere die Politik auf, dieses bei ihren zukünftigen Entscheidungen zu berücksichtigen. Mit Freiwilligkeit ist dem Tierschutz und Tierwohl mehr gedient als mit starren politisch ideologischen Vorgaben.

 

Von einigen Seiten wird bereits jetzt Kritik an der Initiative geäußert, z.B. die Kriterien seien viel zu niedrig. Die Forderung nach immer höheren gesetzlichen Standards ist doch reiner Populismus und bringt uns nicht weiter. Für uns zeigt das eindrücklich, wie weit Wunsch und Wirklichkeit hier auseinander liegen. Unverzichtbare Voraussetzung für mehr Tierwohl ist, dass die Landwirte das auch leisten können – vor allem wirtschaftlich, erklärt Dierkes.

 

Finanzierung steht

Die Finanzierung der Initiative Tierwohl steht: Die Entlohnung soll quartalsweise über die durch die Trägergesellschaft erfolgen, die sich bereits gegründet hat. Die Trägergesellschaft wird außerdem die Standards (z.B. die Kriterien) verwalten, eine Clearingstelle installieren und die Kontrollen organisieren.

Lassen Sie sich durch die vielfältigen Wasserstandsmeldungen zu den verfügbaren Finanzmitteln nicht verwirren. Wichtig ist, dass jeder teilnehmende Tierhalter sicher gehen kann, dass er eine angemessene Kostenerstattung für sein freiwilliges zusätzliches Engagement für mehr Tierwohl bekommt. Wer in die Initiative einsteigt, kann mit dem für seinen Betrieb durch die Kriterien festgelegten Bonus für den Planungszeitraum fest kalkulieren. Und wichtig ist auch, dass man auf Seiten der Verbraucher keine Sorge haben muss, dass aufgrund der Initiative Tierwohl der Preis für Schweinefleisch an der Theke durch die Decke geht. Wir reden hier über wenige Cent je Kg, stellt Heinrich Dierkes klar.


Zur bisherigen Berichterstattung der ISN zum Thema Initiative Tierwohl:


Weiterer Schritt zur Umsetzung der Initiative Tierwohl Schwein

Initiative Tierwohl auf gutem Weg

Initiative Tierwohl von A bis Z – aktueller Diskussionsstand

Initiative Tierwohl – Noch Fragen?