09.04.2021rss_feed

Greenpeace: Supermärkte sollen auf Werbung für Fleisch verzichten

Greenpeace ruft dazu auf, diese "ehrlichen Flyer" per E-Mail an die Supermärkte zu senden (Bild: ©Greenpeace)

Greenpeace ruft dazu auf, diese "ehrlichen Flyer" per E-Mail an die Supermärkte zu senden (Bild: ©Greenpeace)

Erneut stellt Greenpeace die Forderung auf, ein Fleischwerbeverbot umzusetzen und adressiert dabei diesmal Supermärkte.

ISN: Was Greenpeace hier fordert, ist einfach nur populistisch, schadet der heimischen Schweinefleischerzeugung und behindert Tierwohl.

 

Bereits im Februar forderte Greenpeace im Rahmen der Veröffentlichung eines selbst in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens, ein komplettes Werbeverbot von Fleisch. Jetzt appelliert Greenpeace an Supermärkte, sie sollen Fleisch zukünftig nicht mehr bewerben. Im Zuge dessen ruft die Organisation zu einer E-Mail-Aktion auf, in der ehrliche Flyer, welche in extrem negativ ergänzter Form Fleisch in Werbeprospekten darstellen, mit einem vorformulierten Text zum Fleischwerbestopp per E-Mail an die einzelnen Lebensmitteleinzelhändler geschickt werden sollen.

Gleichzeitig will Greenpeace Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner angesichts des in der Bundespolitik diskutierten Preiswerbeverbotes dazu bringen, ein komplettes Werbeverbot für Fleisch umzusetzen.

 

Die ISN meint:

Dass Ramschpreise in der Werbung nichts zu suchen haben – das sehen wir auch so! Werbeaktionen sind aber auch mit moderaten Preisaussagen für alle Produkte Handwerkszeug einer Marktwirtschaft.  Daher ist es nach wie vor populistisch, was Greenpeace hier fordert.

Statt destruktiver Kritik und polemischen Forderungen sollte Greenpeace sich lieber konstruktiv bei der Weiterentwicklung der Tierhaltung mit einsetzen.  Denn Greenpeace sollte sich mal die Frage stellen, was sie mit dieser populistischen Holzfällermethode bezwecken: Aus den Augen aus dem Sinn? Mehr Tierwohl verhindern und die Erzeugung von Deutschland ins Ausland verlagern? Denn genau das wird doch erreicht, wenn Herkunft, Regionalität und Tierwohlprogramme nicht beworben werden dürfen. Und hier spielt es keine Rolle, ob das Fleisch aus dem konventionellen Bereich oder aus dem Biosegment kommt. Entscheidend ist, dass die Werbeversprechen auch eingehalten werden.


Greenpeace fordert komplettes Werbeverbot für Fleisch – ISN: Einfach nur populistisch!

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