23.05.2016rss_feed

EU-Agrarminister sind für gemeinsame Tierschutzplattform

EU

Die EU-Agrarminister wollen den Tierschutz in der Landwirtschaft voranbringen. Bei ihrer öffentlichen Debatte über eine mögliche Tierschutzplattform erinnerten die Minister in Brüssel an die Eurobarometer-Umfrage, wonach 94 % der Befragten die Auffassung vertreten hätten, dass der Tierschutz in der Nutztierhaltung eine sehr wichtige Rolle spiele.

 

Dies müsse auf europäischer Ebene aufgegriffen werden, denn die Landwirtschaft brauche die Akzeptanz der Gesellschaft, hieß es laut Agra Europe dazu einvernehmlich in der Ratssitzung. Auch vor dem Hintergrund der Chancengleichheit im Wettbewerb sei es aus deutscher Sicht wichtig, dass Verbesserungen in der Nutztierhaltung auf der gesamten EU-Ebene erfolgten, sagte ein Diplomat im Anschluss an die Ratssitzung.

 

Plattform nicht zur Vorbereitung neuer gesetzlicher Vorgaben gedacht

Der niederländische Agrarstaatssekretär und Ratsvorsitzende Martijn van Dam betonte, dass der Tierschutz eine Angelegenheit sei, die alle - die Kommission, die EU-Länder sowie Verbraucher und Gesellschaft - mit Sorgen erfüllt. Er stellte auch klar, dass die geplante EU-Tierschutzplattform nicht zur Vorbereitung neuer gesetzlicher Vorgaben, sondern zum Austausch und zum Dialog insbesondere zwischen den Wirtschaftsbeteiligten gedacht sei.

 

Einfuhren nur mit Einhaltung der EU-Standards

In der Ratsdiskussion forderte der Großteil der Redner, darunter vor allem Frankreichs Agrarminister Stéphane Le Foll, auf die Einhaltung von Tierschutzstandards auch bei den laufenden sowie künftigen Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit Drittstaaten zu bestehen. Keine Fleischeinfuhren in die EU ohne Einhaltung europäischer Tierschutzstandards, lautete das Credo in der Runde.


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