10.06.2014

Erneut Betrugsvorwürfe gegen Neuland

Headlines zum "Fall Neuland"

Headlines zum "Fall Neuland"

Das Fleisch-Gütesiegel Neuland kommt nicht zur Ruhe. Wie die Zeitung Die Zeit in der vergangenen Woche berichtete, ist Neuland mit neuerlichen Betrugsvorwürfen konfrontiert.

 

Danach soll in Süddeutschland jahrelang Hähnchenfleisch aus Frankreich unter der Marke Neuland vertrieben worden sein. Das Fleisch soll laut der Zeitung von Tieren stammen, die nicht auf Neuland-Höfen aufgezogen wurden. Gleiches soll den Recherchen der Zeit zu Folge auch für Lammfleisch gelten, das in Süddeutschland unter dem Neuland-Label verkauft wird. Auch dieses soll aus konventionellen Schäfereien stammen. Erst im April wurden Betrugsvorwürfe gegenüber Neuland in Norddeutschland bekannt. Auch hier sollen konventionelle Masthühner als deutlich teurere Neuland-Tiere verkauft worden sein.

 

ISN fordert Aufklärung und klare Kontrollmechanismen

Wie es scheint, sind die Ungereimtheiten bei Neuland kein Einzelfall mehr. Als solchen hatte Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer den norddeutschen Fall seinerzeit sehr schnell eingestuft und sich hinter Neuland gestellt. Die ISN warf dem Minister und wirft ihm immer noch einen Tunnelblick vor, wenn es um die Beurteilung seines Leitmodells Neuland geht.

 

Auch sind die die Fragen, die AbL-Pressesprecher Eckehardt Niemann gegenüber Neuland gestellt hat zumindest öffentlich immer noch nicht beantwortet worden. Die ISN fordert von Neuland eine lückenlose Aufklärung der Vorwürfe sowie funktionierende Kontrollmechanismen innerhalb des Systems. Denn hier wird nicht nur das Vertrauen des Fleisch-Gütesiegels verspielt, sondern auch das Image der ganzen Tierhaltungsbranche angekratzt.

 

Die ISN berichtete:

Fall Neuland: Landwirtschaftsminister Meyer mit Tunnelblick?

Hier lesen Sie den Beitrag der "Die Zeit"