01.02.2019rss_feed

Danish Crown muss härter auf die Kostenbremse treten

Danish Crown Dänemark

Nach einem schwachen Ergebnis im ersten Quartal des Wirtschaftsjahres 2018/19 und fortgesetzten Problemen mit der britischen Tochtergesellschaft Tulip zieht der dänische Schlachtkonzern Danish Crown (DC) die Reißleine und intensiviert sein Kostenreduktionsprogramm.

 

Wie das Unternehmen mitteilte, sollen im laufenden Wirtschaftsjahr 350 Mio dkr (47 Mio Euro) eingespart werden, unter anderem durch den Abbau von 300 bis 400 Arbeitsstellen im Konzern. Zudem wird der seit November 2018 geltende Einstellungsstopp ebenso beibehalten wie der Verzicht auf teure Consultants, so Agra Europe.  

 

Schuh drückt besonders in UK

Nach Angaben des DC-Hauptgeschäftsführers Jais Valeur drückt der Schuh besonders bei der defizitären Tulip im Vereinigten Königreich. Dort wurde im November 2018 bereits der Abbau von 150 Mitarbeitern beschlossen und ein Einsparziel von 150 Mio dkr (20 Mio Euro) ausgegeben. Zwar habe die Tochterfirma in den vergangenen Monaten wichtige Aufträge erhalten und der Fleischabsatz laufe in die richtige Richtung, doch seien die Kosten immer noch zu hoch. Weitere Einsparungen und eine Effizienzsteigerung seien deshalb nötig, erklärte Valeur.

 

Harter Wettbewerb im Einzelhandel

Dem Hauptgeschäftsführer zufolge leidet allerdings auch Tulip in Dänemark unter einem harten Wettbewerb im Einzelhandel; die Erträge des größten Geschäftsbereiches Danish Crown Pork entsprächen gegenwärtig nicht den Erwartungen. Zudem seien der harte Kampf um Schweine in Deutschland und der Vormarsch der spanischen Schlachthöfe einer positiven Konzernentwicklung nicht förderlich, zumal die Kosten in Dänemark, beispielsweise bei Löhnen, deutlich höherer als bei den Wettbewerbern in der EU seien. 

 

Preisdruck durch ASP

Danish Crown geht weiterhin davon aus, dass die Erzeugerpreise für Schweine der DC-Eigentümer im Frühjahr steigen werden. Es sei jedoch sehr schwer zu sagen, wann sich der Markt drehen werde. Die Preise für frisches Schweinefleisch in Europa werden derzeit laut Valeur durch die Sorgen über die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) unter Druck gesetzt. Deshalb verkauften alle Schlachthöfe in Mitteleuropa ihr Frischfleisch sehr rasch und lösten Bestände auf, während normalerweise zu dieser Jahreszeit Lagerbestände aufgebaut würden.


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