18.05.2020rss_feed

Corona-Infektionen an Schlachthöfen – Update 18. Mai: Reihentestungen überwiegend negativ

Landesweite Corona-Reihentests an Schlachthöfen

Auch wenn am Wochenende im Zerlegebetrieb der Westfleisch in Dissen ein weiterer Schlachthof mit einer nennenswerten Zahl positiver Corona-Infektionen hinzu gekommen ist, hat sich die Gesamtsituation nicht geändert. Nach wie vor sind die überwiegenden Laborbefunde in den Reihentestungen in den Schlacht- und Zerlegebetrieben negativ. Am Standort der Westfleisch in Coesfeld soll ab Mittwoch wieder geschlachtet werden. Die für heute geplanten Beratungen über das Corona-Infektionsgeschehen an Schlachtbetrieben im Bundestag wurden vorerst auf Mittwoch verschoben.

ISN: Die Gesamtlage scheint sich aufgrund der überwiegend negativen Tests weiter zu entspannen, so dass auch der Schlachtbetrieb in den Schlachtstätten – natürlich unter Schutzmaßnahmen – weiter aufrecht erhalten werden kann. Gut, dass es in Coesfeld ab Mittwoch wieder mit den Schweineschlachtungen losgeht.

 

Reihentestungen größtenteils negativ

Seit unserer Statusmeldung am vergangenen Freitag sind eine Reihe von Ergebnissen aus den Reihentestungen am Schlachthof hinzu gekommen:

  • Bei Tönnies wurde am Samstag mitgeteilt, dass weitere 2000 Labortests am Standort Rheda negativ ausgefallen sind - 3 Personen wurden positiv auf das Virus getestet. Von mittlerweile 6.204 durchgeführten Tests beziehen sich die Zahlen nun auf 5.128 Ergebnisse. Auch am Tönnies-Schlachthof in Sögel waren die Ergebnisse der ersten 150 Tests negativ. Gleiches gilt auch für die ersten 570 von 2500 Tests in Weißenfels und die ersten 240 von 600 Tests in Satrup/Böklund..
  • Nachdem bei der Westfleisch zuletzt alle 2300 Tests an den Schlachtstandorten in Hamm, Gelsenkirchen, Lübbecke und Bakum negativ ausgefallen waren, trat bei Westfleisch nach Coesfeld und Oer-Erkenschwick am dritten Standort – am Zerlegebetrieb in Dissen – eine nennenswerte Zahl positiver Corona-Test auf. Dort waren 92 der ca. 250 Mitarbeiter positiv getestet worden. Dort wird der Sauenzerlegebetrieb nun in den nächsten zwei Wochen ruhen. Neue Zahlen liegen auch vom Standort Oer-Erkenschwick in Recklinghausen vor: Von 1965 Tests liegen nun 1846 Laborergebnisse vor. Neben 17 Mitarbeitern, die vor der Landesanordnung getestet wurden, sind nun 37 weitere Mitarbeiter positiv getestet worden und weitere 12 Tests sind nicht eindeutig.
  • Testreihen der Vion-Fleischwerke in Emstek, Holdorf und Hilden verzeichneten nur einen positiv getesteten Mitarbeiter, ein Verwaltungsbeschäftigter, von insgesamt 1.462 Tests.
  • In Ruppichteroth beim Fleisch- und Wurstwarenhersteller Willms Fleisch sind bisher keine Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert – getestet wurden 760 Personen.
  • Auch bei der Heinrich Manten Qualitätsfleisch vom Niederrhein GmbH & Co. KG in Pont waren alle 456 Testergebnisse negativ.
  • Der Kreis Borken meldete gute Nachrichten für die Schlachtbetriebe im Kreisgebiet. In Bocholt, Legden und Ahaus-Alstätte fielen alle der rund 450 Tests negativ aus.
  • Der Kreis Soest prüfte am Freitag beim Lippstädter Schlachthof Kamppeter vor Ort 33 Beschäftigte.  Das Gesundheitsamt des Kreises Soest teilt mit, dass alle genommenen Abstriche negativ ausgefallen seien.

 

Wiederaufnahme der Schweineschlachtungen in Coesfeld ab Mittwoch

Ende vergangener Woche hatte Westfleisch ein Hygienekonzept vorgelegt, das als Bedingung für die Entscheidung über den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Schlachtbetriebes am Standort in Coesfeld festgelegt worden ist. Heute wurde von Seiten der Westfleisch  verkündet, dass in Coesfeld am Mittwoch nach dem morgigen Testbetrieb ohne Tiere die ersten Schweine wieder kontrolliert geschlachtet werden.

 

Reihentests starten in Bayern – Schlachthof-Thema im Corona-Kabinett verschoben

Laut dem Bayrischen Rundfunk (BR) sollen in ganz Bayern ab heute Reihentestungen von Mitarbeitern stattfinden. Betroffen sind rund 50 bayerische Schlachthöfe. Die Tests sollen in dieser Woche abgeschlossen werden. Darüber hinaus sollte das Corona-Infektionsgeschehen eigentlich heute auch Thema im sogenannten Corona-Kabinett der Bundesregierung sein. Die Beratungen wurden aber auf Mittwoch verschoben.

 

Die ISN meint:

Dass mit Fortschreiten der Reihentestungen weitere positive Untersuchungsergebnisse hinzugekommen sind, ist angesichts der Corona-Situation in Deutschland insgesamt wenig überraschend. Dennoch sind die Ergebnisse größtenteils negativ. Insofern scheint sich die Gesamtlage in der Schlachtbranche weiter zu entspannen, so dass auch der Schlachtbetrieb in den verschiedenen Schlachtstätten – natürlich unter Schutzmaßnahmen – weiter läuft. Gut, dass der Schlachtbetrieb in Coesfeld nun wieder startet.


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