18.05.2020rss_feed

Westfleisch nimmt in Coesfeld wieder Betrieb auf

Westfleisch Logo neu

Der Schlachtbetrieb am Standort der Westfleisch in Coesfeld soll nach einem morgigen Testbetrieb am Mittwoch wieder mit den ersten 1500 Schweinen kontrolliert starten. Die Sauenzerlegung in Dissen wird dagegen in den nächsten zwei Wochen ausgesetzt, nachdem die Lagerbestände im Notbetrieb verarbeitet wurden.

ISN: Es ist gut, dass der Schlachtbetrieb an dem für die Westfleisch wichtigen Standort in Coesfeld wieder starten soll.

 

In Coesfeld wird nun der Betrieb der Westfleisch wieder angefahren. Morgen (Dienstag. 19. Mai) findet zunächst ein Testlauf statt, bei dem die Beschäftigten alle Prozesse ohne Tiere durchführen werden. Am Mittwoch sollen dann die ersten 1500 Schweine geschlachtet werden. Die Prozesse finden an den beiden Tagen im Beisein von Vertretern aller relevanten Behörden statt, heißt es in einer Pressemeldung der Westfleisch. Das Konzept sowie alle Prozessabläufe werden zwischen Westfleisch und den Behördenvertretern laufend abgestimmt und gegebenenfalls neu justiert. In enger Abstimmung mit den Behörden erfolgt dann auch die Planung der folgenden Arbeitstage - und dies ausschließlich mit Mitarbeitern, die zuverlässig negative Testergebnisse aufweisen, so die Westfleisch..

 

350 Werkvertragsarbeiter werden durch Westfleisch übernommen

Zudem werde Westfleisch sich als Folge der jüngsten Vorkommnisse an seinem Standort in Coesfeld von einem externen Werkvertragsunternehmen trennen, in dessen Reihen viele Beschäftigte positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, kündigte das Unternehmen an. Das genossenschaftliche Schlachtunternehmen will zudem die rund 350 betroffenen Werkvertragsarbeiter und die laufenden Mietverhältnisse übernehmen und sich um den Transport von und zur Arbeitsstätte kümmern.  

Seit 2014 habe sich die Zahl der Westfleisch-eigenen Mitarbeiter von 1.900 auf nun rund 4.150 mehr als verdoppelt und die Zahl der externen Beschäftigten verringert, wurde ergänzend erläutert.

 

In Dissen zwei Wochen Pause

Nach den positiven Corona-Tests, die jetzt unter den Schlachthofmitarbeitern in Dissen  aufgetreten sind, soll der dortige Sauenzerlegebetrieb der Westfleisch nun für zwei Wochen geschlossen werden, heißt es in einer Pressemeldung von Seiten des Landkreises Osnabrück. Die dort zur Verarbeitung gelagerten Schweinehälften dürfen zuvor jedoch noch im Notzerlegebetrieb verarbeitet werden. Das haben der Landkreis Osnabrück, das niedersächsische Sozialministerium und das Landesgesundheitsamt festgelegt, so der Landkreis. Dieses Vorgehen entspreche der gemeinsamen Einschätzung der Behörden, wonach spezialisierte Zerlegebetriebe wie in Dissen als wichtiger Teil der Lebensmittelversorgung betrachtet würden. Wegen dieser besonderen Rolle könne die Erlaubnis zur Notzerlegung erteilt werden, bei der Mitarbeiter mit einem negativen Corona-Test zum Einsatz kämen.

 

ISN meint:

Es ist gut, dass der Schlachtbetrieb an dem für die Westfleisch wichtigen Standort in Coesfeld wieder unter kontrollierten Bedingungen starten soll. Gut ist auch, dass scheinbar alle Beteiligten – und das gilt für Coesfeld wie auch Dissen – Augenmaß und Besonnenheit bei der Auswahl der richtigen Maßnahmen walten lassen, damit einerseits die Mitarbeiter geschützt werden und andererseits die Schlachtung und Zerlegung nicht länger als unbedingt notwendig stillsteht  

 

 

 

 



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