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Volksabstimmung: Schweizer stimmen deutlich gegen Massentierhaltungsinitiative

©Pixabay

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Bei einer Volksabstimmung am vergangenen Sonntag haben Tierhaltungsgegner in der Schweiz eine deutliche Niederlage kassiert. Laut einer Volksinitiative sollte die Massentierhaltung verboten und der Bund aufgefordert werden, neue Kriterien für die Haltung von Tieren festzulegen. Das lehnten die Eidgenossen mehrheitlich ab, berichtet AgE.

 

Wie das Statistikamt in Bern nach der gestrigen Abstimmung mitteilte, ist der Verstoß mit einem Nein-Stimmen-Anteil von 62,9 % abgelehnt worden, bei einer Wahlbeteiligung von 52,3 %. Die Initiative Keine Massentierhaltung in der Schweiz hatte mit der Abstimmung eine Verfassungsänderung zur landwirtschaftlichen Tierhaltung erzwingen wollen. Vermeintliche Massentierhaltung sollte auf diesem Wege in der Alpenrepublik verboten werden. Definiert war Massentierhaltung in dem Antrag als industrielle Tierhaltung zur möglichst effizienten Gewinnung tierischer Erzeugnisse, bei der das Tierwohl systematisch verletzt wird.

 

Initiative forderte massiven Umbau der Schweizer Tierhaltung

Der Bund sollte stattdessen Kriterien festlegen für eine tierfreundliche Haltung und Pflege, für den Zugang der Tiere zum Außenbereich und die Schlachtung. Ebenso sollte der Bund vorgeben, wie viele Tiere höchstens zusammen in einem Stall untergebracht werden dürfen. Tiere und Fleischerzeugnisse, die mit in der Schweiz verbotenen Methoden produziert worden sind, hätten gemäß der Initiative nicht mehr importiert werden dürfen. Die gesetzlichen Ausführungsbestimmungen sollten drei Jahre nach dem Ja in Kraft treten und sich an den Bio-Suisse-Richtlinien von 2018 orientieren.

 

Schweizer Bauernverband (SBV) begrüßt Ablehnung

Der Schweizer Bauernverband (SBV) hatte sich im Vorfeld der Abstimmung deutlich gegen die

Massentierhaltungsinitiative positioniert. Nach der Auszählung zeigte sich SBV-Direktor Martin Rufer erfreut über die Ablehnung. Das Nein bedeute eine Stärkung der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion, sagte Rufer dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Auch die Regierung in Bern hatte die Initiative abgelehnt, weil nach ihrer Ansicht das Tierschutzrecht eine Massentierhaltung in der Schweiz schon jetzt verbiete.


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