20.08.2013rss_feed

Verschiebungen bei den Schweinefleischimporten Russlands

Flagge Russland

Russland hat im ersten Halbjahr 2013 deutlich weniger Schweinefleisch importiert als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

 

Wie die dänische Branchenorganisation Landbrug & Fødevarer laut Agra Europe berichtete, sank das Importvolumen um 16 % auf nur noch 441.320 t.

 

Größte Verlierer USA und Kanada

Von dem Einfuhrrückgang waren die Hauptlieferanten des Marktes sehr unterschiedlich betroffen. Größter Verlierer waren die USA, die einen Einbruch ihrer Absatzmenge um mehr als 80 % auf nur noch 6.340 t verkraften mussten.

Kanada büßte gut die Hälfte der bisherigen Exportmenge ein. Grund für diese starken Handelseinschränkungen waren in beiden Fällen Einfuhrrestriktionen Russlands für Fleisch aus Nordamerika, nachdem in früheren Lieferungen angeblich Rückstände des Wachstumsförderers Ractopamin gefunden worden waren.

 

 

Aber auch Deutschland und Spanien gerieten mit den russischen Behörden in Konflikt, in dessen Folge mehrere fleischexportierende Unternehmen gesperrt wurden. Deutschland konnte seinen Platz als wichtigstes Lieferland für Schweinefleisch am russischen Markt im ersten Halbjahr 2013 zwar behaupten, musste aber einen Rückgang der Liefermenge um 17,1 % auf 87.793 t hinnehmen.

 

Brasilien und Dänemark profitieren

Profitiert von der Sperrung der nordamerikanischen Konkurrenz hat vor allem Brasilien, das seine Ausfuhren nach Russland gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel auf 58.810 t ausbauen konnte.

Deutlich Marktanteile hinzugewonnen hat auch Dänemark. Dessen Schweinefleischabsatz in Russland stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 % auf 62.088 t, womit die Skandinavier zum zweitwichtigsten Anbieter wurden.



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