28.05.2013rss_feed

Verband deutscher Viehvermarkter – Teil 1: Viel Nebel zum Schaden der Landwirte!

Schlachtsauenvermarktung

Schlachtsauenvermarktung

Mit dem Ziel, die Interessen des Viehhandels besser zu vertreten, haben zu Beginn des Jahres einige Viehhändler den Verband deutscher Viehvermarkter e.V. (VDV) gegründet.

 

Ein Aufgabenschwerpunkt des VDV ist seitdem die Meldung eines eigenen Preises für Schlachtsauen, der  seit nunmehr 17 Wochen parallel zum Vereinigungspreis der Erzeugergemeinschaften veröffentlicht wird. Viel Beachtung findet der Preis in der öffentlichen Wahrnehmung zwar nicht. Etwa eine Hand voll Viehhandelsunternehmen, insbesondere die Händler aus dem Kreis der Vorstandsmitglieder, nutzen diesen Ab-Hof-Preis dennoch als Basispreis für ihre Geschäfte.

 

Zufall?

Es kann natürlich Zufall sein, aber auffällig ist, dass der VDV seit der Gründung nahezu exakt den Tönnies-Hauspreis für Schlachtsauen notiert. In der Pressemitteilung zum Start des VDV-Preises hieß es auf jeden Fall, dass dieser Ab-Hof-Preis die tatsächlichen Marktbedingungen weit besser reflektiere, als es ein Frei-Schlachtstätte-Preis könne und dieses daher auch dem Interesse der Erzeuger diene.

 

Mehr Transparenz? Fehlanzeige!

Rückblickend hat sich jedoch nach Analysen der ISN das Gegenteil bewahrheitet! Regelmäßig lag demnach die Differenz zwischen VDV-Preis und tatsächlichem Auszahlungspreis der Schlachtunternehmen an die Händler bei 18 bis 19 Cent. Das entspricht einer theoretischen Handelsspanne von etwa 33 € je durchschnittlicher Schlachtsau. Hinzu kommen die Vorkosten, die den allermeisten Landwirten ja paradoxerweise zusätzlich zum Ab-Hof-Preis in Rechnung gestellt werden. Mehr Transparenz? Fehlanzeige! Tatsächliche Marktbedingungen reflektieren? Fehlanzeige!

 

Ziel ist scheinbar vielmehr, den Basispreis möglichst gering zu notieren und über vermeintlich gute Aufschläge auf Bauernfang zu gehen. Als Testballon wurde mit der Sauennotierung gestartet. Aus Sicht der ISN ist der VDV nicht mehr als eine Nebelmaschine. Nicht im Interesse, sondern zum Schaden der Erzeuger!

 

Lassen Sie sich nicht neppen! Dass der Vergleich lohnt, hat der ISN-Schlachtsauen-Preisvergleich eindeutig gezeigt. Bestehen Sie mindestens auf Auszahlung der VEZG-Frei-Schlachtstätte-Notierung und das bei Vorkosten, die der Partiegröße und der Lage des Betriebes angemessenen sind.


ISN-Schlachtsauen-Presivergleich: Was wird wirklich bezahlt?

Den aktuellen Sauenpreis und den Preisverlauf finden Sie in unserem "ISN-Marktticker"

Fortsetzung folgt...

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