23.11.2018rss_feed

Update ASP: Aufatmen in Polen, Sorge in China

Karte: ASF im Baltikum, in Belgien, Bulgarien, Moldawien, Polen, Rumänien, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Ukraine 2018, Stand 21.11.2018, 09:31 Uhr (Quelle: FLI)

Karte: ASF im Baltikum, in Belgien, Bulgarien, Moldawien, Polen, Rumänien, der Tschechischen Republik, Ungarn und der Ukraine 2018, Stand 21.11.2018, 09:31 Uhr (Quelle: FLI)

Seit zwei Monaten wurde kein neuer ASP-Fall bei polnischen Hausschweinen verzeichnet. Auch Neuinfektionen bei Wildschweinen sind rückläufig. Das polnische Agrarministerium spricht von einem Erfolg, doch die Bauern haben Klärungsbedarf. In China hingegen hat die ASP nun auch die dicht mit Schweinen besiedelte Provinz Sichuan erreicht. ISN: Unbedingt weiter auf die Biosicherheit achten!  

 

Polen: ASP überwunden?

Bis Mitte September hatte die Schweinepest Polen fest im Griff, doch seitdem sind keine neuen Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polens Nutzschweinebeständen zu verzeichnen. Dies ist das Ergebnis einer sehr guten Arbeit der Veterinärdienste und der Umsetzung der Grundsätze der Biosicherheit durch die Landwirte, kommentierte Polens Agrarminister Jan Krzysztof Ardanowski laut agrarzeitung in dieser Woche die Lage. Es scheint, dass wir die Krankheit überwunden haben., ergänzt Ardanowski.

 

Landwirte wollen Aufarbeitung

Vor kurzem wurden in 60 Gemeinden die von der EU geforderten Auflagen aufgehoben. Nun dürfen u.a. wieder Schweine transportiert werden. Darüber hinaus hat die Nationale Veterinärbehörde Mitte November in Brüssel für weitere Gemeinden die Aufhebung von Sperrbezirken beantragt, berichtet die agrarzeitung.

Aus Sicht der polnischen Landwirte gibt es allerdings noch Gesprächsbedarf. Das Aktionsbündnis Agro-Unia plant landesweite Proteste. Der Vorwurf: Unregelmäßigkeiten in den Veterinärbehörden, die erst zu der schnellen Verbreitung der Schweinepest geführt hätten, für die aber allein die Landwirte bestraft würden, erklärt die agrarzeitung.


Vergleich der gemeldeten ASP-Fälle in China der OIE/MARA (Quelle: Google Maps)

Vergleich der gemeldeten ASP-Fälle in China der OIE/MARA (Quelle: Google Maps)

China: ASP erreicht Schweinehochburg Sichuan

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat nun auch die dicht mit Schweinen besiedelte Provinz Sichuan erreicht. Wie das chinesische Landwirtschaftsministerium am vergangenen Freitag mitteilte, hat sich ein Verdachtsfall bei einem Schweinehalter mit 40 Tieren in der Stadt Yibin bestätigt. In Sichuan werden nach offiziellen Zahlen jährlich etwa 65 Millionen Schweine produziert, so viel wie in keiner Region in der Volksrepublik.

 

ASP in 18 chinesischen Provinzen

Insgesamt sind nun in 18 Provinzen über das ganze Land verteilt Ausbrüche der Tierseuche bekannt geworden, darunter auch die Hauptproduktionszentren im Süden, so Agra Europe. Trotz zahlreicher Biosicherheitsauflagen, wie Transportrestriktionen, Desinfektion von Fahrzeugen und dem Verbot der Verfütterung von Speiseabfällen, kommt es immer wieder zu neuen ASP-Fällen. Selbst infiziertes Schweinefleisch wurde schon entdeckt.

Wie das chinesische Agrarressort weiter mitteilte, wurde erstmals auch ein an der ASP verendetes Wildschwein in der nordöstlichen Provinz Jilin entdeckt. Bisher waren, im Gegensatz zu Europa, nach offiziellen Angaben nur Hausschweine und keine Wildschweine von der Tierseuche betroffen.

 


Infoplakate der EU-Kommission aktualisiert

Die Europäische Kommission hat vor kurzem ihre Infoplakate zur Seuchenprävention aktualisiert. Mit Hilfe der Plakate sollen Reisende aus Drittländern über die Veterinärbedingungen informiert werden, die für die in die EU eingeführten und im Reisegepäck mitgebrachten Mengen an tierischen Erzeugnissen gelten. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen nach Artikel 3 der Verordnung (EG) 206/2009 dafür Sorge tragen, dass Reisende an allen Orten beim Eingang in das Gebiet der EU über die Einfuhr von tierischen Erzeugnissen für den persönlichen Verbrauch sowie über die Einschleppungsgefahr von Tierseuchenerregern aufgeklärt werden.


open_in_newHier können Sie die Infoplakate herunterladen...


Die ISN meint

Die ASP hält die Schweinewelt weiter in Atem. Unabhängig von den Entwicklungen in anderen Staaten ist es hierzulande weiterhin entscheidend, alles hinsichtlich Biosicherheit zu tun, um einen Eintrag nach Deutschland oder gar in hiesige Hausschweinebestände zu vermeiden. Darüber hinaus ist es aber ebenso wichtig, dass sich Wirtschaft, Politik und Behörden weiter - wie bisher - konstruktiv und lösungsorientiert auf den Ernstfall vorzubereiten.    


arrow_forwardASP: Merkblätter, Checklisten und viele weitere Informationen haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt...


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