30.04.2026rss_feed

Trotz ASP-Ausbruch: Spanien bleibt größter EU-Schweinefleischexporteur

Schweinefleischexporte der EU-Mitgliedsländer: Trotz Einbußen führt Spanien die Spitze mit Abstand an(© ISN nach Eurostat, AMI)

Schweinefleischexporte der EU-Mitgliedsländer: Trotz Einbußen führt Spanien die Spitze mit Abstand an(© ISN nach Eurostat, AMI)

Die Schweinefleischexporte der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) sind zum Jahresbeginn 2026 leicht gesunken. Während Spanien trotz ASP-bedingter Einbußen weiterhin klar an der Spitze bleibt, konnten Deutschland und andere Mitgliedstaaten ihre Ausfuhren spürbar steigern. Wichtigster Absatzmarkt bleibt China, trotz rückläufiger Nachfrage.

 

Die EU-27-Exporte von Schweinen und Schweinefleisch sind in den Monaten Januar bis Februar 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Mit insgesamt rund 0,7 Mio. t lagen die Ausfuhren in Drittstaaten um gut 2 % unter dem Vorjahreswert, berichtet die AMI.

 

Spanien führt die Spitze mit Abstand an

Spanien bleibt trotz spürbarer Einbußen der mit Abstand größte Exporteur innerhalb der EU und hält einen Marktanteil von rund 30 %. Infolge des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) Ende November 2025 musste das Land Handelsbeschränkungen hinnehmen, was zu einem Exportrückgang von 14 % führte. Ein bestehendes Regionalisierungsabkommen mit China – dem wichtigsten Handelspartner Spaniens – begrenzte den Rückgang jedoch erheblich.

 

Positive Exportentwicklung in Deutschland, Frankreich und Belgien

Andere Mitgliedstaaten entwickelten sich gegenläufig: Deutschland, Frankreich und Belgien konnten ihre Drittlandsexporte deutlich ausweiten. So erhöhte beispielsweise Deutschland im genannten Zeitraum die Ausfuhren in Drittländer um 49.000 t auf 65.000 t und hat damit einen Marktanteil von 9 %. Frankreich führte 12.000 t mehr Schweinefleisch aus und Belgien 14.000 t. Diese Zuwächse reichen allerdings nicht aus, um den Rückgang der spanischen Liefermengen zu kompensieren.

 

China bleibt wichtigster Absatzmarkt der EU

Bei den Zielländern führt China die Liste an. Gut ein Fünftel der gesamten EU-Ausfuhren gingen dorthin, obwohl die Mengen rund 22 % unter dem Vorjahr lagen. Ebenfalls wichtige Destinationen für europäisches Schweinefleisch sind das Vereinigte Königreich und Südkorea. Südkorea weitete seine Einfuhren von EU-Schweinefleisch nach Angaben der AMI zuletzt besonders deutlich aus.


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