23.09.2020rss_feed

Tönnies übernimmt rund 6.000 Mitarbeiter in Festanstellung

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Angesichts der für 2021 geplanten Änderungen beim Arbeitsschutzgesetz mit dem Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in den Kernbereichen an Schlachthöfen übernimmt die Tönnies Unternehmensgruppe bis zum Jahresende rund 6.000 Mitarbeiter aus den Kernbereichen der Schlachtung und Zerlegung von bisherigen Dienstleistern und stellt diese direkt in der Stammbelegschaft ein. Gleichzeitig fordert Tönnies einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die Branche und sucht das Gespräch mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

 

Nachdem Westfleisch in der vergangenen Woche die Eingliederung von rund 3.000 externen Beschäftigten in die Stammbelegschaft verkündete, gibt nun auch Tönnies die Mitarbeiterübernahme von bisherigen Dienstleistern bekannt.

 

Übernahme in mehreren Schritten

Konkret sollen alleine zum Monatswechsel rund 1.800 Angestellte vom Werkvertrag direkt in die Unternehmensgruppe wechseln. Diese Prozesse ständen allerdings formell unter Vorbehalt des Kartellamts. Weitere 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ab November direkt angestellt werden. Bis zum 1. Januar 2021 wird der Prozess abgeschlossen sein, so dass wir dann auf rund 6.000 Direkteinstellungen kommen, rechnet Tönnies Personalleiter Martin Bocklage vor. Dies gelte für die Standorte Rheda-Wiedenbrück, Sögel, Weißenfels, Kellinghusen Kempten, Legden, Badbergen und Wilhelmshaven.

 

Forderung nach allgemeinverbindlichem Tarifvertrag

Neben der Direkteinstellung der Mitarbeiter sucht das Unternehmen das Gespräch mit der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten, um einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag zu schließen. Ziel des Unternehmens sei es, in der gesamten Fleischbranche in Deutschland einen ordentlichen tariflichen Mindeststandard zu schaffen. Damit bekomme man Wettbewerbsgleichheit, zumindest im deutschen Markt.


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