24.06.2021

Tierrechtler zünden neue Eskalationsstufe – Versucht das Deutsche Tierschutzbüro die Medien zu täuschen?

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Tierrechtler haben eine neue Eskalationsstufe bei den Verunglimpfungen gegen Landwirte und ihre Familien beschritten und damit jegliches Maß von Recht und Anstand deutlich überzogen. Das Deutsche Tierschutzbüro verbreitete Ende vergangener Woche eine Pressemeldung mit der folgenden Schlagzeile: 'Tierquälerischer Schweinemäster schaltet Wohnungsanzeigen bei ImmoScout2 und immowelt– Die Mietdauer beträgt 5 Monate, die Miete zahlen Sie mit Ihrem Leben'

ISN: Dem Deutschen Tierschutzbüro und ganz voran dem Vorsitzenden Jan Peifer scheint jedes Mittel Recht zu sein, um bei den Medien Gehör zu finden und die Verbraucher vom Veganismus zu überzeugen. Doch dabei driftet er immer mehr in radikale Vorgehensweisen ab. Die Selbstjustiz von Jan Peifer und dem Deutschen Tierschutzbüro muss ein Ende haben! Recht und Gesetz gelten für jeden – erst recht für Spenden sammelnde Organisationen mit dem Status der Gemeinnützigkeit!

 

Tierrechtler haben in den vergangenen Tagen eine neue Eskalationsstufe bei den Verunglimpfungen gegen Landwirte und ihre Familien beschritten und damit jegliches Maß von Recht und Anstand deutlich überzogen.

Das Deutsche Tierschutzbüro verbreitete Ende vergangener Woche eine Pressemeldung mit der folgenden Schlagzeile: 'Tierquälerischer Schweinemäster schaltet Wohnungsanzeigen bei ImmoScout24 und immowelt – Die Mietdauer beträgt 5 Monate, die Miete zahlen Sie mit Ihrem Leben.' In den Anzeigen und auch in den Screenshots der Pressemeldung wurde der betroffene Landwirt aus dem Landkreis Osnabrück mit vollem Namen und voller Adresse genannt. Die mit entsprechenden Bildern garnierten Anzeigen waren natürlich nicht von dem Schweinehalter geschaltet worden, sondern waren Fake.

Die Tierrechtsorganisation selbst hatte sie in den Immobilienportalen geschaltet, wie der Vorsitzende Jan Peifer nun gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) zugab. So berichtet die NOZ: Ist das Deutsche Tierschutzbüro etwa auf ein Fake-Inserat reingefallen, dass vielleicht ein Tierschützer aufgegeben hat, um … (Name des Landwirts) eins auszuwischen? Keineswegs. Sie wurde von uns lanciert, gibt Jan Peifer auf Nachfrage unserer Redaktion offen zu. Es handele sich um eine Aktion des Tierschutzbüros, erklärt er. Den Empfängern der Pressemitteilung, die seit Freitag auch auf verschiedenen Internetseiten veröffentlicht worden ist, wurde diese Information vorenthalten. Laut Peifer wolle das Tierschutzbüro mit dieser Aktion erneut den Fokus auf das Leid in der Massentierhaltung lenken, heißt es in der NOZ. Tierquälerei sei der Standard, auf den man mit der ungewöhnlichen Aktion aufmerksam machen wolle. Die beiden Betreiber der Immobilienportale hatten bereits in der vergangenen Woche reagiert und die Anzeigen nach kurzer Zeit gelöscht. Der Betreiber von Immoscout24 äußerte sich dazu gegenüber der NOZ, dass man es nicht zulassen könne, dass die Plattform durch politisch motivierte Aktionen instrumentalisiert werde.

 

Agitation statt Presseinformation

Mit dem Versuch, die Medien für dumm zu verkaufen, hat der Verein auf jeden Fall ein Teil seiner Glaubwürdigkeit verspielt, kritisiert NOZ-Redakteur Mirko Nordmann in seinem Kommentar die Aktion. Er fragt sich: Warum aber bringt das Deutsche Tierschutzbüro den Fall ohne neuen Sachstand wieder an die Öffentlichkeit? und merkt zugleich an, dass auffällig oft die Mitgliedschaft des Landwirts in der CDU herausgestellt würde. Das Deutsche Tierschutzbüro stelle heraus, dass der Landwirt einen Sitz für die Partei im Gemeinderat habe und stellvertretender Bürgermeister seiner Gemeinde sei, es werde jedoch nicht erwähnt, dass er das ehrenamtlich mache. Ein stellvertretender CDU-Bürgermeister als Tierquäler komme da vor der Kommunalwahl in Niedersachsen und vor der Bundestagswahl wohl sehr gelegen, folgert Nordmann in der NOZ und bewertet die Presseinformation als nicht seriös, sondern Agitation.

Heute stellt das Deutsche Tierschutzbüro in einer weiteren Pressemeldung erneut einen Bezug des betroffenen Schweinehalters zur CDU und zu seinem Bürgermeisteramt her, obwohl von der Sache her keinerlei Bezugspunkte vorhanden sind: Deutsches Tierschutzbüro zeigt tierquälerischen Schweinemäster und stellvertretenden CDU-Bürgermeister aus Merzen wegen des Verdachts des Subventionsbetruges an

 

Die ISN meint:

Dem Deutschen Tierschutzbüro und ganz voran Jan Peifer scheint jedes Mittel Recht zu sein, um bei den Medien Gehör zu finden und die Verbraucher vom Veganismus zu überzeugen. Doch dabei driftet er immer mehr in radikale Vorgehensweisen ab. Die zuständigen Behörden haben in Bezug auf den betroffenen Landwirt längst die notwendigen Ermittlungen eingeleitet und klären, ob die rechtlichen Vorgaben zur Schweinehaltung in dem Betrieb eingehalten werden und ob sich die Vorwürfe gegen den Betrieb bestätigen. Dementsprechend werden dann die notwendigen Konsequenzen eingeleitet, die der Betrieb zu tragen hat. Zur Festlegung des Strafmaßes sind die Behörden und Gerichte zuständig und nicht Ideologen, die ein Geschäftsmodell daraus machen.

Jan Peifer schreckt trotzdem jedoch nicht davor zurück, eine ganze Familie auf übelste Weise zu diskreditieren. Die NOZ hat außerdem zu Recht gefragt, was die Mitgliedschaft in einer Partei mit den Vorgängen im Stall vom Landwirt zu tun hat.

Jan Peifer scheint inzwischen jegliches Maß verloren zu haben und radikalisiert sich zunehmend! kommentiert ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack das aktuelle Geschehen. Auffällig ist, dass Jan Peifer eine Untätigkeit der zuständigen Behörden anprangert, er selbst lässt uns jedoch wichtige Zusammenhänge in seinem eigenen gemeinnützigen Verein im Unklaren, die wohl einiges zu Tage fördern könnten.

 

Jan Peifer und mit ihm das Deutsche Tierschutzbüro setzen sich aus unserer Sicht neben dem bereits seit längerem praktizierten Eindringen in Stallanlagen immer mehr über Recht und Gesetz hinweg, wie die aktuelle unberechtigte Schaltung von Immobilienanzeigen ganz deutlich zeigt.

 

Besonders erschreckend ist, dass Jan Peifer Vorsitzender einer Organisation mit dem Status der Gemeinnützigkeit ist, an die besonders hohe Anforderungen zu stellen sind. Wir haben gegenüber dem zuständigen Finanzamt bereits mehrfach auf die zahlreichen gravierenden Punkte und Verstrickungen hingewiesen, die aus unserer Sicht einer Gemeinnützigkeit des Deutschen Tierschutzbüros eindeutig widersprechen, so ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack. Diese aktuellen Vorgänge wird das Finanzamt bei der Beurteilung wohl kaum ignorieren können. Sofern sich die aktuellen Vorgänge als haltlos darstellen sollten, kann Jan Peifer ja gerne das Gegenteil beweisen. Sofern die Rechtsverstöße von Jan Peifer jedoch zutreffend sein sollten, muss das Finanzamt schnellstmöglich die Konsequenzen ziehen und dem Deutschen Tierschutzbüro endlich die Gemeinnützigkeit entziehen!

 

Bereits vor knapp 4 Jahren hatten wir das Deutsche Tierschutzbüro um die Beantwortung von verschiedenen Fragen zur Transparenz aufgefordert. U.a. haben wir dabei folgende Punkte angefragt:

  • Wie kommen die Kostenpositionen Kampagnen/Aktionen sowie Öffentlichkeitsarbeit/Pressearbeit zusammen, die insgesamt über 200.000 € ausmachen?
  • Wer genau sind die Auftragnehmer hinter diesen Kostenpositionen?    
  • Wie ist die Verknüpfung des Deutschen Tierschutzbüros zur Agentur green yellow pr, deren Inhaber Jan Peifer selbst ist? Die Agentur gibt auf Ihrer Internetseite als Kundenreferenz neben anderen Tierrechtsorganisationen das Deutsche Tierschutzbüro an. Konkret ergeben sich daraus die Fragen: Welche Aufträge wurden von Seiten des Deutschen Tierschutzbüros an green yellow pr vergeben? Welche Kosten haben sich daraus für das Deutsche Tierschutzbüro z.B.  im Jahr 2016 ergeben?
  • Welche geschäftlichen Aktivitäten wurden zwischen dem Deutschen Tierschutzbüro und dem Unternehmen bzw. der Plattform Tierschutzbilder.de (Inhaber Jan Peifer) getätigt? Welche Kostenpositionen haben sich daraus für das Deutsche Tierschutzbüro ergeben?
  • Welche geschäftlichen Beziehungen bestehen zwischen dem Deutschen Tierschutzbüro, Jan Peifer und anderen Tierrechtler-Organisationen?

 

Trotz mehrmaliger Nachfragen haben wir weder vom Deutschen Tierschutzbüro noch von Jan Peifer Antworten auf unsere Fragen erhalten. Stattdessen kam nur die Reaktion eines beauftragten Rechtsanwalts, mit der Aufforderung an uns, weitere Fragen zu unterlassen ohne inhaltlich auf unsere Fragen einzugehen.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass die Firma green yellow pr nach unseren Fragen zu diesen Zusammenhängen inzwischen nicht mehr existiert und die Webseite nicht mehr öffentlich einsehbar ist.

 

Die aktuellen Vorkommnisse zeigen wieder einmal eine sehr zweifelhafte Auslegung von Transparenz, von der Jan Peifer immer wieder spricht. Wenn ihm wirklich an Transparenz und Klarheit gelegen sein sollte, sollte es doch ein leichtes sein, uns diese Fragen zu beantworten!, so Dr. Torsten Staack. Die Selbstjustiz von Jan Peifer, dem Deutschen Tierschutzbüro und anderen Tierrechtsorganisationen muss ein Ende haben! Recht und Gesetz gelten für jeden!