24.03.2015rss_feed

Spanien: Mehr Schweinefleisch exportiert

Spanien

Spanien hat im vergangenen Jahr deutlich mehr Schweinefleisch ins Ausland geliefert als 2013. Wie das Landwirtschaftsministerium in Madrid mitteilte, stiegen die Schweinefleischausfuhren des südeuropäischen Landes 2014 um 11,1 % auf 1,51 Mio t.

 

Wertmäßig erhöhte sich der Export um 7,3 % auf insgesamt 3,58 Mrd Euro. Trotz des Russlandembargos für europäische Agrarerzeugnisse entwickelte sich das Geschäft mit Drittstaaten besonders gut. Dieses wurde mengenmäßig um 33,0 % auf gut 375 000 t ausgebaut, wertmäßig um 35,7 % auf 816 Mio Euro, fasst Agra Europe zusammen.

 

Wichtigste Abnehmer sitzen in Asien

Wichtigster Abnehmer unter den Drittstaaten war China ohne Hongkong mit einer Einkaufsmenge von etwa 90 800 t, gefolgt von Japan mit 70 000 t, Hongkong mit 49 300 t und Südkorea mit 47 800 t. Nach Russland, das 2013 die Position des bedeutendsten Drittlandabsatzmarktes an Japan abgegeben hatte, lieferten Spaniens Exporteure im vergangenen Jahr nur noch knapp 2 000 t Schweinefleisch. Bekanntlich hatte Moskau wegen des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Polen und dem Baltikum bereits im Februar 2014 die Einfuhr von Schweinefleisch aus der EU untersagt.

 

Der spanische Schweinefleischexport in die EU-Partnerstaaten fiel 2014 den Angaben zufolge mit 1,14 Mio t um 5,3 % höher aus als 2013; wertmäßig stieg er um 1,1 % auf 2,76 Mrd Euro. Frankreich bezog dabei gut 347 000 t; es folgten Portugal mit 245 400 t und Italien mit 157 600 t.

 

Die ISN meint:

Da haben Wirtschaft und Politik in Spanien wohl einiges richtig gemacht, um dem russischen Embargo entgegen zu wirken.

Die ISN fordert auch in Deutschland deutlich mehr Anstrengungen von der Politik, um florierende Märkte wie in Japan besser zu erschließen und weitere Exportmärkte durch den Abschluss von Veterinärabkommen zu öffnen. Doch da hapert es an der Umsetzung und vielleicht auch am politischen Willen. In Deutschland ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Die Schweinehalter wollen keine Verschwendung von Steuergeldern für die Einlagerung von Schweinefleisch. Sie brauchen Märkte für den Absatz!


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