02.06.2022rss_feed

Schweineproduktion in den USA sinkt deutlich

©Canva

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Der Abbau von Schweinebeständen macht sich nicht nur hierzulande, sondern auch in den USA mit einem deutlichen Produktionsrückgang bemerkbar. Inflationsbedingt sinkt zudem die Inlandsnachfrage aber auch die Ausfuhren von Schweinefleisch sind stärker eingebrochen, berichtet Agra Europe.

 

Schlachtaufkommen um 5,8% gesunken

Laut neuesten Daten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) wurden von Januar bis April insgesamt 41,68 Millionen Schweine in den Staaten geschlachtet; das waren 2,56 Millionen Stück oder 5,8 % weniger als im ersten Jahresdrittel 2021. Aufgrund der geringfügig gestiegenen Schlachtgewichte nahm die Schweinefleischerzeugung etwas weniger deutlich ab, nämlich um 240.300 t beziehungsweise 5,5 % auf 4,13 Mio. t.

In ihrer Mai-Prognose gingen die Analysten des Ministeriums davon aus, dass sich in der zweiten Jahreshälfte die US-Schweinefleischproduktion wieder dem Vorjahresniveau annähern wird. Für das gesamte Kalenderjahr wird deshalb gegenüber 2021 nur ein Rückgang von 2,3 % auf 12,26 Mio. t erwartet. Es wäre das erste Minus seit vielen Jahren.

 

Inlandsnachfrage rückläufig

Der abnehmenden Erzeugung steht eine ebenfalls geringere Nachfrage im In- und Ausland gegenüber. Im Inland bremsen laut USDA die deutlich höheren Teilstückpreise für Schweinefleisch im inflationären Umfeld aktuell die Käufe der Verbraucher. Bisher prognostizieren die Washingtoner Experten aber nur einen vergleichsweise geringen Rückgang des durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauches um 0,6 % auf 23,0 kg. 

 

US-Schweinefleischausfuhren eingebrochen

Im Schweinefleischexport machen den US-Anbietern derweil gleich mehrere Faktoren zu schaffen. Neben der geringeren Angebotsmenge schwächt infolge des festeren Dollarkurses das relativ hohe Preisniveau die globale Wettbewerbsposition. Zudem ist auch in den USA die Kaufzurückhaltung Chinas deutlich zu spüren. Im ersten Quartal 2022 brach die US-Schweinefleischausfuhr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Fünftel auf 630.000 t ein, beim vormals wichtigsten Kunden China um mehr als die Hälfte auf nur noch knapp 102.000 t. Vor diesem Hintergrund scheint die aktuelle USDA-Prognose, die für 2022 im Vorjahresvergleich nur einen um 6,4 % auf 2,99 Mio. t rückläufigen Export unterstellt, recht optimistisch.


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