04.07.2013

Schweinemarkt: Taktik der Schlachter zieht; Verunsicherung zu spüren

Schweine laden auf Transporter

Die Verwirrung und die Verunsicherung auf dem Schweinemarkt ist nach der Bekanntgabe der Hauspreise durch einige große Schlachtunternehmen am vergangenen Freitag weiterhin deutlich zu spüren. Hauptursache für die Verwirrung ist wohl der zweigeteilte Schweinemarkt.

 

Auf der einen Seite stehen die großen Schlachtunternehmen Tönnies, Vion und Westfleisch, die Hauspreise von 1,66 bzw. 1,67 €/kg zahlen und dieses mit den schwachen Fleischgeschäften begründen. Auch wenn es sicherlich nicht immer möglich war, die Großen der Branche zu umfahren und damit Hauspreise zu vermeiden, konnten durchaus auch nennenswerte Stückzahlen auf Basis des aktuellen VEZG-Preises von 1,70 €/kg platziert werden. Einige Mittelständler aber auch der Export in Richtung Polen machten dieses möglich.

Auch in Süddeutschland sind Schweine derzeit gefragter, als es das knappe Angebot hergibt. Die deutlich gestiegenen amtlichen Notierungen in Bayern und Baden-Württemberg belegen das eindeutig.

 

Für die kommende Schlachtwoche hat das Unternehmen Tönnies dem Vernehmen nach schon verkünden lassen, dass man nicht von den Hauspreisen abweichen werde, sofern sich der VEZG-Preis nicht anpasse. Diese Preisforderung dürfte auch von den beiden anderen oben genannten Schlachtern wieder dankbar aufgenommen werden.   

 

Die Wettervorhersagen geben jedoch Anlass zur Hoffnung, dass sich die Fleischgeschäfte endlich wieder beleben könnten und die Nachfrage der Schlachtunternehmen auch im Nordwesten Deutschlands anzieht. Gleichzeitig zeigen die gesunkenen amtlichen Schlachtgewichte, dass das Schweineangebot auch in der kommenden Woche nicht zunehmen dürfte. Trotz Hauspreisandrohung sollte es in der kommenden Woche möglich sein, die Schweine zu besseren Konditionen zu vermarkten, als es die großen Schlachter der Branche vorgeben.  

 

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