09.01.2014rss_feed

Schweinemarkt: Internet Schweinebörse freundlich; Schlachtunternehmen mauern

Schlachtschweine mit Schlagstempel kennzeichnen

In den vergangenen Tagen zeigte sich der Schlachtschweinemarkt ausgesprochen positiv. Das Angebot wurde von den meistern Vermarktern als unterdurchschnittlich bezeichnet und traf auf eine lebhafte Kaufbereitschaft von Seiten der Schlachtbetriebe. Nicht immer konnten die Vermarkter alle Anfragen so zeitnah wie gewünscht bedienen. Begründung hierfür war offensichtlich eine gute Nachfrage im inländischen Fleischgeschäft.

 

Nichtsdestotrotz haben die Schlachtunternehmen Tönnies und Danish Crown dann am Mittwochvormittag bereits mitgeteilt, auch in der neuen Schlachtwoche nur einen unveränderten Preis in Höhe von 1,52 € zahlen zu wollen. Als Gründe dafür wurden ein anwachsendes Schlachtschweineangebot zum Wochenende sowie nicht mehr so flotte Absatzmöglichkeiten und sinkende Preise im Fleischverkauf genannt. Nach Aussagen der Schlachtunternehmen seien die Läger in der Fleischindustrie und im Lebensmittelhandel nach den Feiertagen wieder aufgefüllt und auch der Export bringe derzeit keine Entlastung.

 

Schweinebörse unbeeindruckt

Die erste Auktion der Internet Schweinebörse im neuen Jahr zeigte sich unbeeindruckt von der Forderung der Schlachter. Nachdem auf dem Marktplatz der Internet Schweinebörse am Montag schon Schweine zu einem Basispreis in Höhe von 1,60 € vermarktet wurden, zeigte auch die Versteigerung am gestrigen Mittwoch ein ähnliches Niveau.

 

Preise vor Feiertagen gedrückt?!

Die Argumente der Schlachtindustrie sind zwar nachzuvollziehen, in erster Linie dürfte es ihnen jedoch darum gehen, das höchstlukrative Preisniveau zu halten. Das zeigt auch der EU-Vergleich, bei dem die deutschen Preise derzeit nur am unteren Tabellenende liegen. Nicht wenige Landwirte haben daher das Gefühl, dass die Erzeugerpreise kurz vor den Feiertagen von den deutschen Großabnehmern über Gebühr gedrückt wurden.

 

Solange die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen auf dem aktuellen Niveau ist, ist aus Sicht der ISN zumindest ein leichter Preisanstieg unumgänglich. Schweinehalter brauchen dringend bessere Erlöse, um zumindest wieder eine schwarze Null zu schreiben.



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