27.06.2013

Schweinemarkt: Ausgeglichene Marktsituation – Rote Seite macht Druck

Grillplatte

Die Situation am Schlachtschweinemarkt präsentiert sich insgesamt ausgeglichen.

 

Eine gedämpfte Nachfrage der Schlachtunternehmen trifft auf ein kleineres Schlachtschweineangebot, das auch durch die amtlichen Schlachtzahlen bestätigt wird. Partien mit schlachtreifen Schweinen lassen sich nach wie vor zügig und problemlos vermarkten. Von Gefahr im Verzug kann also nicht die Rede sein.

 

Da die Schlachtunternehmen die gestiegenen Einkaufspreise im Verkauf bislang nicht vollständig umsetzen konnten, treten sie in gewohnter Manier kräftig auf die Bremse. Schon vor dem Start der Auktion der Internet Schweinebörse am Mittwoch drohte Tönnies vorsorglich mit einem Hauspreis, um einen Preisanstieg zu verhindern. Derartiger Druck auf die Erzeugerseite war in den Vorwochen schließlich mit Erfolg gekrönt.

 

Für durchschnittlich 1,76 EUR/kg SG wurden in der Auktion der Internet Schweinebörse Schlachtschweine gehandelt. Das Ergebnis liegt genau 4 Cent über dem aktuellen Vereinigungspreis von 1,72 EUR/kg SG und spiegelt eine unveränderte Marktsituation wider. Den Hauspreisforderungen aus den Häusern Tönnies und Westfleisch fehlt aus unserer Sicht die Grundlage und jeder Realitätsbezug.