27.08.2020rss_feed

Schweinehalter in Österreich stocken Bestände auf – Zahl der niederländischen Schweinebetriebe sinkt

Fahne Österreich (Quelle: Pixabay)

In Österreich wurde in diesem Jahr eine Zunahme des Schweinebestandes verzeichnet. Insgesamt wurden diesen Sommer 1,6 % mehr Schweine gehalten als im Jahr zuvor. Auch die Sauenherde wuchs seit Jahren zum ersten Mal wieder. Ein gegensätzlicher Trend zeigt sich in den Niederlanden, hier geht der Schweinebestand stetig zurück und immer mehr Schweinebetriebe geben die Haltung auf, berichtet Agra Europe (AgE).

 

Sauenherde verzeichnet Plus von 2,9%

In Österreich wurden aktuellen Daten von Statistik Austria zufolge zum Stichtag 01. Juni 2020 landesweit fast 2,7 Mio. Schweine gehalten. Das entspricht 43.100 bzw. 1,6 % mehr Tieren als zum gleichen Zeitpunkt im Jahr zuvor. Vor allem die Zahl der Ferkel unter 20 kg nahm mit 4,4 % überdurchschnittlich zu. Bei Jungschweinen ergab sich im Vorjahresverglich kaum eine Änderung; Mastschweine legten um 0,8 % zu.

Zum ersten Mal seit Jahren wuchs auch die Sauenherde wieder, und zwar um rund 6.500 Tiere bzw. 2,9 % auf insgesamt 229.060 Sauen. Die Zahl der tragenden Muttertiere nahm um 2,5 % auf 158.810 zu. Noch stärker nahm die Anzahl der nicht gedeckten Sauen zu. Hier war ein Plus von 3,7 % auf 70.250 Tiere zu verzeichnen.

 


Niederlande Fahne (Quelle: Pixabay)

Niederlande: Zahl der Schweinehalter sinkt

Anders sieht es in den Niederlanden aus, hier hat sich nach Berichten von AgE der Strukturwandel in der Schweinehaltung beschleunigt. Aktuelle Ergebnisse der Landwirtschaftszählung in den Niederlanden des Haager Statistikamts (CBS) zeigen, dass die Zahl der gehaltenen Schweine im Vorjahresvergleich abgenommen hat. Der Schweinebestand wurde in den zwölf Monaten bis Anfang April 2020 um 150.000 Tiere oder 1,2 % auf 12,12 Mio. Schweine reduziert, womit der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre um 2,5 % verfehlt wurde.

Noch deutlicher wird der Strukturwandel beim Blick auf die Zahl der Schweinehalter, die sich im Vergleich zum Vorjahr noch stärker verringert hat. Am 1. April 2020 gab es noch 3.600 Schweinebetriebe; das waren 490 Betriebe oder 12,3 % weniger als ein Jahr zuvor. Den Statistikern zufolge seien die zahlreichen Betriebsschließungen vor allem auf die Stickstoffpolitik des Haager Landwirtschaftsministeriums zurückzuführen. Hinzu käme die finanzielle Förderung von Betriebsaufgaben.

In Kombination mit dem im Vergleich dazu moderaten Bestandsabbau erhöhte sich die durchschnittliche Betriebsgröße um 266 Tiere bzw. 12,2 % auf 3.366 Schweine.



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