21.05.2026rss_feed

Schweinefleischexport: Spanien darf wieder auf die Philippinen liefern

Die Philippinen haben den Markt für spanisches Schweinefleisch wieder geöffnet ©Canva

Die Philippinen haben den Markt für spanisches Schweinefleisch wieder geöffnet ©Canva

Spaniens Schweinefleischexporteure dürfen wieder auf den philippinischen Markt liefern, der für sie wegen des ASP-Ausbruchs bei Barcelona seit Herbst 2025 gesperrt war. Manila erkennt eine Regionalisierung an, auch um die Versorgung des eigenen Landes zu sichern, berichtet AgE.

 

Die Philippinen öffnen sich wieder für spanische Schweinefleischlieferungen und sorgen damit auf dem europäischen Schweinefleischmarkt vielleicht für etwas Entlastung. Wie die Regierung in Manila jetzt mitteilte, akzeptiert sie Spaniens Regionalisierung in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest (ASP). Damit kann Schweinefleisch aus nicht betroffenen Gebieten nun wieder in das asiatische Land exportiert werden.

 

Philippinischer Schweinefleischmarkt unterversorgt

Mit dem Schritt wollen die Philippinen ihren Schweinefleischimport breiter aufstellen und zugleich Druck vom inländischen Schweinefleischpreis nehmen. Denn der Markt der Philippinen ist aktuell unterversorgt, weil die heimische Produktion in den zurückliegenden Jahren – ebenfalls wegen der ASP – massiv geschrumpft ist.

 

Wichtiger Absatzmarkt Spaniens vor ASP-Ausbruch

Die Spanier erhalten durch die Grenzöffnung wieder Zugang zu einem früher für sie wichtigen Auslandsmarkt, der nach dem Ausbruch der ASP im Herbst 2025 bei Barcelona allerdings vollkommen dichtgemacht worden war. Bis dahin waren im Jahr 2025 rund 166.000 Tonnen frisches und verarbeitetes Schweinefleisch aus Spanien auf die Philippinen verkauft worden, bei einem spanischen Gesamtexport von 2,75 Mio. Tonnen. So steht es in der Statistik des spanischen Branchenverbandes Interporc.

 

Mehr Konkurrenz als zuvor

Es wird sich zeigen, ob Spanien sein Geschäft wieder im damaligen Umfang aufbauen kann. Denn inzwischen haben Konkurrenten ihre Ausfuhren in Richtung des asiatischen Landes kräftig erhöht. Ein Beispiel ist Brasilien, das seine Liefermenge im vorigen März gegenüber dem Vorjahresmonat um fast ein Drittel auf den neuen Monats-Rekordwert von 153.800 Tonnen gesteigert hat. Zudem haben auch die Deutschen seit dem vorigen April wieder Zugang zum philippinischen Markt. Dieser war für sie ehemals wichtig, wegen der ASP aber seit mehreren Jahren gesperrt.

 

Mögliche Entlastung für europäischen Schweinefleischmarkt

Aber egal in welchem Umfang die Geschäfte wieder aufgebaut werden: In der Situation, in der sich der europäische Schweinefleischmarkt befindet, bringt jede Chance auf weitere Geschäfte Hoffnung. Denn in diesem Frühjahr sind in Europa die saisonal üblichen Kaufimpulse bislang ausgeblieben. Die Schwäche hat auch die Schlachtschweinepreise saisonal untypisch abrutschen lassen, und zwar von einem bereits zuvor niedrigen Niveau.


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