01.07.2020rss_feed

Schweigen über den weiteren Ablauf im Schlachtbetrieb in Rheda – ein Unding! 

„Macht Eure Hausaufgaben, sprecht miteinander und arbeitet jetzt schnell und gemeinsam an den Konzepten, damit die Schlachtung- und Zerlegung in Rheda so schnell es geht wieder aufgenommen werden kann“ Heinrich Dierkes

„Macht Eure Hausaufgaben, sprecht miteinander und arbeitet jetzt schnell und gemeinsam an den Konzepten, damit die Schlachtung- und Zerlegung in Rheda so schnell es geht wieder aufgenommen werden kann“ Heinrich Dierkes

Seit zwei Wochen ruht der Schlachtbetrieb bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Weiter ist unklar wie es an dem Standort weiter geht. ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes fordert alle Beteiligten dringend dazu auf, gegenseitige Schuldzuweisungen zurück zu stellen, alle notwendigen Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Schlachtbetriebes in Rheda-Wiedenbrück einzuleiten und den Knoten durchzuschlagen. Lasst uns Schweinehalter nicht im Regen stehen und kommt endlich zu Lösungen!

 

Vor genau zwei Wochen wurde der Schlachtbetrieb am Stammsitz der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück aufgrund der positiven Corona-Tests unter den Schlachthof-Mitarbeitern eingestellt. Und weiterhin ist unklar, wann und wie es dort wieder weiter gehen soll.

Das ist ein Unding, schimpft ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes. Natürlich muss alles dafür getan werden, um Mitarbeiter und Bevölkerung vor weiteren Corona-Infektionen zu schützen – das bezweifelt niemand. Dass die Schweinehalter nach immerhin zwei Wochen immer noch nicht ansatzweise wissen, wie es weiter geht, ist ein unhaltbarer Zustand. Dabei ist die Systemrelevanz sowohl von Tönnies als auch der Politik klar herausgestellt worden. Es gibt viele, die unter der Infektionswelle und den daraus resultierenden Folgen zu leiden haben. Das gilt ganz besonders und mit jedem Tag der Schließung des Schlachtbetriebes auch für die Bauern. Die Systemrelevanz zeigt sich an dieser Stelle für alle deutschen Schweinehalter, denn an dem Standort werden im Normalbetrieb immerhin 12-14 % der deutschen Schweine geschlachtet. Wöchentlich stauen sich bis zu 100.000 Schweine auf, die zusätzlich in den Ställen auf die Schlachtung warten. Und das schlägt sich durch bis in die Ferkelerzeugerbetriebe, erläutert ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack. Die Tierhalter sind die Leidtragenden der Schlachthofschließung. Und weder Landesregierung, Bezirksregierung, Landkreis und auch das Unternehmen Tönnies sagen, wie das weitere Vorgehen und der Zeitplan hinsichtlich der Wiederaufnahme des Schlachtbetriebes aussieht, so Dr. Torsten Staack weiter. Mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und Verweis auf ausstehende Hausaufgaben des jeweiligen anderen kommen wir kein Stück weiter. Es kann in jedem Fall nicht sein, dass politische Muskelspiele, persönliche Befindlichkeiten und das Begleichen offener Rechnungen das dringend notwendige Handeln blockieren. Damit lässt man uns Bauern einfach im Regen stehen, kritisiert Heinrich Dierkes. 


„Die Systemrelevanz zeigt sich an dieser Stelle für alle deutschen Schweinehalter, denn an dem Standort werden im Normalbetrieb immerhin 12-14 % der deutschen Schweine geschlachtet.“ Dr. Torsten Staack

„Die Systemrelevanz zeigt sich an dieser Stelle für alle deutschen Schweinehalter, denn an dem Standort werden im Normalbetrieb immerhin 12-14 % der deutschen Schweine geschlachtet.“ Dr. Torsten Staack

Wir fordern alle Beteiligten – von Landesregierung, Bezirksregierung, Landkreis bis hin zum Unternehmen Tönnies – auf, professionell zu arbeiten und persönliche Befindlichkeiten und politische Machtspiele zurückzustellen, fasst Heinrich Dierkes zusammen. Macht Eure Hausaufgaben, sprecht miteinander und arbeitet jetzt schnell und gemeinsam an den Konzepten, damit die Schlachtung und Zerlegung in Rheda so schnell es geht wieder aufgenommen werden kann - im Sinne von uns deutschen Schweinehaltern und auch unserer Tiere, bringt der ISN-Vorsitzende seine Forderung auf den Punkt. Und kommuniziert endlich, wie es weiter geht!, ergänzt der ISN-Geschäftsführer.



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