22.05.2020rss_feed

Corona: Schlachter unter Beschuss – Ein Kommentar von Gerburgis Brosthaus

Geburgis Brosthaus - Kommentar Wochenblatt

Dass es teilweise zu Corona-Infektionen unter den Mitarbeitern in Schlachthöfen gekommen war, hat in den vergangenen Wochen ein großes Medienecho ausgelöst. Eine öffentliche Debatte über die Arbeits- und Unterbringungsbedingungen wurde losgetreten. Die Proftigier der Schlachtindustrie sei schuld, hieß es rasch. Warum die Lage komplexer ist, beschreibt Gerburgis Brosthaus in einem Kommentar im Wochenblatt.

 

Ihren Schwarzen Freitag erlebte die Schlachtbranche am 8. Mai. Der Tag, an dem der Westfleisch-Schlachthof in Coesfeld geschlossen wurde – wegen mehr als 100 Corona-positiven Mitarbeitern am Schlacht- und Zerlegeband. Eine Welle der öffentlichen Empörung brach los. Über die Ursache gab es schnell Konsens bei ­Gewerkschaftern, Politikern, Journalisten und Bürgern. Schuld sei allein die Profitgier der Schlachtindustrie. Die osteuropäischen Werkvertrags-Mitarbeiter litten derweil unter miserablen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Im Mediensturm ging völlig unter, dass die allermeisten Schlachtunternehmen ihre Pandemie-­Krisenpläne sattelfest ausgearbeitet hatten. (…) Logistik, Pflege, Bauindustrie, Werften – viele Branchen nutzen Werkverträge mit billigen Arbeitskräften aus Osteuropa. Wenn aufgeräumt wird, dann bitteschön auch dort. Und die Regelungen müssen EU-weit gelten. Andernfalls verlagert sich die Schlachtung in Billiglohnländer – mit Sicherheit nicht zum Vorteil der Arbeiter.

 

Den ganzen Kommentar lesen Sie hier: Corona: Schlachter unter Beschuss - Kommentar von Gerburgis Brosthaus

 



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