04.01.2022

Sachsen-Anhalt übernimmt nun Vorsitz der Agrarministerkonferenz

Der AMK-Vorsitz liegt nun bei Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt (Bildquellen: https://www.schulze-europa.eu/presse-kit/, https://www.agrarministerkonferenz.de)

Der AMK-Vorsitz liegt nun bei Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt (Bildquellen: https://www.schulze-europa.eu/presse-kit/, https://www.agrarministerkonferenz.de)

Für das Jahr 2022 hat Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Sven Schulze den Vorsitz der Agrarministerkonferenz (AMK) vom Freistaat Sachsen übernommen. Die zentralen Themen werden nach seiner Aussage die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Deutschland, die Anpassung an den Klimawandel, die Sicherung der Agrarstruktur und die Bekämpfung von Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest (ASP) sein.
ISN: Die Herausforderungen für die Landwirtschaft und insbesondere für die Schweinehaltung sind enorm. Die deutschen Agrarminister der Länder und des Bundes müssen gemeinsam und schnell für machbare Lösungen und eine Perspektive für die deutschen Schweinehalter sorgen, um die Verlagerung der Schweinehaltung ins Ausland zu stoppen.  

 

Schulze will die Weichen stellen

Der sachsen-anhaltinische Landwirtschaftsminister Sven Schulze sieht seine Aufgabe als neuer AMK-Vorsitzender als große Herausforderung, denn die gesellschaftlichen und rechtlichen Anforderungen an die Landwirtschaft sind enorm gewachsen.

Schulze will in der AMK zusammen mit den Beteiligten die Weichen stellen, damit unsere Landwirtinnen und Landwirte zukunftsfähig bleiben können. Denn der Spagat zwischen mehr Nachhaltigkeit, Tierwohl und Klimaschutz auf der einen sowie den ökonomischen Erfordernissen auf der anderen Seite sei sehr ambitioniert, so der Ressortchef.

 

Bekämpfung der ASP zählt zu Schwerpunkten

Zu den zentralen Agrarthemen für 2022 zählt Schulze die Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Deutschland, die Anpassung an den Klimawandel, die Sicherung der Agrarstruktur, die Bekämpfung von Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest (ASP). Der CDU-Politiker will zudem Antworten finden auf die zunehmend schwankenden Rohstoffmärkte und die Verhandlungen mit der EU-Kommission zur Düngeverordnung begleiten.

 

AMK-Termine stehen

Für 2022 sind die regulären Termine der Agrarministertreffen bereits festgelegt. So soll die Frühjahrs-Konferenz vom 30. März bis zum 1. April in Magdeburg und die Herbst-AMK vom 14. bis zum 16. September in Quedlinburg stattfinden. Bereits für den 20. Januar ist eine virtuelle Amtschefkonferenz angesetzt. AgE

 

Die ISN meint:

Die Herausforderungen für die Landwirtschaft und insbesondere für die Schweinehaltung sind enorm und die Lage der Schweine haltenden Betriebe ist finanziell katastrophal. Die jüngsten Viehzählungsergebnisse haben deutlich gemacht, dass bereits dramatisch viele Betriebe ausgestiegen sind. Die Abwanderung der Schweinehaltung ins Ausland ist bereits in vollem Gange. Hier muss so schnell es geht gegengesteuert werden. Die deutschen Schweinehalter brauchen endlich wieder Planungssicherheit und Perspektive! Aus Sicht der Schweinehalter ist es deshalb dringend notwendig, dass die Länderagrarminister zusammen mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir schnellstmöglich Gesamtkonzept für eine zukunftsfähige deutsche Schweinehaltung mit machbaren Lösungen und auskömmlichen Erlösen auf den Weg bringen. Zusammenarbeit ist auch entscheidend, wenn es um die Bekämpfung der ASP geht – auch hier ist koordiniertes und konsequentes Vorgehen der deutschen Agrarminister elementar wichtig.