17.01.2022rss_feed

Russland: Schweineproduktion 2021 nicht weiter gewachsen

©Pixabay

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Nachdem die russische Schweinefleischproduktion im Zuge wachsender Schweinebestände zuletzt deutlich zugelegt hatte, wurde der Ausbau im vergangenen Jahr erstmals wieder ausgebremst. Neben Tierverlusten durch die Afrikanische Schweinepest und andere Tiergesundheitsprobleme machten sich auch die steigenden Produktionskosten bemerkbar, berichtet AgE.

 

In Russland hat der Ausbau der Schweineproduktion im vergangenen Jahr einen Dämpfer erhalten. Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Dmitrij Patruschew hat 2021 die Erzeugung von Fleisch gegenüber dem Vorjahr zwar zugenommen, doch fielen die Wachstumsraten verhalten aus. So soll die Fleischerzeugung insgesamt um 0,6 % auf 15,7 Mio. t Lebendgewicht (LG) zugenommen haben. Dabei wuchs das Aufkommen von Schweinefleisch – nach vorherigen Jahren mit hohen Zuwachsraten – nur noch um 0,2 % auf 5,5 Mio. t LG.

 

ASP und steigende Produktionskosten bremsen Produktion aus

Schätzungen des Marktforschungsunternehmens Emeat gehen auf Basis des Schlachtgewichts sogar von einem Rückgang der russischen Schweinefleischerzeugung im vergangenen Jahr aus. Ein wesentlicher Grund hierfür seien die Tierverluste durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) gewesen. Wie der Vorsitzende des nationalen Schweinezüchterverbandes, Jurij Kowalew, gegenüber der Presse erläuterte, haben neben der ASP auch andere Tiergesundheitsprobleme wie das Porzine respiratorische und reproduktive Syndrom (PRRS), regionale Dürren und ein Anstieg der Produktionskosten die heimische Schweineproduktion gebremst. Weil das Angebot geringer als ursprünglich angenommen ausfällt und ein Preisanstieg für die Verbraucher verhindert werden soll, hatte Russlands Regierung im November angekündigt, im ersten Halbjahr 2022 für ein Kontingent von 100.000 t Schweinefleisch den Einfuhrzollsatz auf Null zu setzen.



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