17.05.2022rss_feed

Rund 47.500 Tonnen Schweinefleisch für PLH angemeldet

Für die von der EU-Kommission bezuschusste Private Lagerhaltung (PLH) für Schweinefleisch wurden insgesamt rund 47.500 t in 17 EU-Mitgliedstaaten angemeldet.

Für die von der EU-Kommission bezuschusste Private Lagerhaltung (PLH) für Schweinefleisch wurden insgesamt rund 47.500 t in 17 EU-Mitgliedstaaten angemeldet.

Für die von der EU-Kommission bezuschusste Private Lagerhaltung (PLH) für Schweinefleisch sind innerhalb der gesetzten Frist insgesamt rund 47.500 t in 17 EU-Mitgliedstaaten angemeldet worden. Für die größten Mengen ist nur eine kurzfristige Einlagerungsdauer über zwei bzw. drei Monate vorgesehen. Damit könnte das erste eingelagerte Schweinefleisch bereits Ende Mai wieder auf den Markt kommen, berichtet AgE.

ISN: Die baldige Auslagerung der in die PLH eingelagerten Mengen wird die dringend erforderliche Markterholung belasten. In der aktuellen finanziellen Katastrophensituation, in der Schweinehalter ein weit höheres Preisniveau brauchen, ist das ein Desaster!

 

Die Frist für Anmeldungen von Schweinefleisch zur bezuschussten Privaten Lagerhaltung (PLH) in der Europäischen Union ist am 29.04.2022 abgelaufen. Wie aus Daten der Kommission hervorgeht, haben Unternehmen aus 17 Mitgliedstaaten von dieser Maßnahme zur Marktstützung Gebrauch gemacht, die am 25.03.22 begann.

Insgesamt wurden 47.541 t für eine Einlagerung zwischen 60 und 150 Tagen angemeldet, davon 58 % für den Zweimonatszeitraum und 27 % für rund drei Monate. Das Gros der eingefrorenen Ware besteht mit 29.300 t aus knochenlosen Teilstücken; dahinter folgen Bäuche ohne Knochen mit 6.908 t. Zudem wurden jeweils etwas mehr als 3.000 t Schinken und Mittelstücke in die PLH gegeben. Wenig Interesse gab es hingegen für die temporäre Marktentnahme von Schweinehälften, Schultern oder Koteletts mit jeweils weniger als 600 t.

 

Niederlande lagert am meisten Schweinefleisch ein

Die PLH wurde am stärksten in den Niederlanden mit Anmeldungen von 12.512 t Schweinefleisch in Anspruch genommen; das entsprach einem Anteil von 26 % aller Anträge. Dänische Unternehmen haben Beihilfen für 9.935 t beantragt. Dahinter folgte Spanien als größter Schweinefleischproduzent in der EU mit 7.724 t und dann Deutschland mit 7.380 t.

An der Produktion gemessen wurde vergleichsweise wenig Schweinefleisch in Frankreich zur PLH angemeldet; es waren mit 1.246 t lediglich 3 % der Gesamtmenge. Gleiches galt für Italien mit nur 535 t.

 

Auslagerung der ersten Mengen ab Ende Mai möglich

In Österreich sowie mehreren osteuropäischen Staaten, darunter Tschechien, Slowenien, die Slowakei, Lettland und Litauen wurde kein Schweinefleisch in die PLH eingelagert. Ab Ende Mai könnte das erste Schweinefleisch wieder ausgelagert werden.

 

Die ISN meint:

Nun zeigt sich deutlich, dass die PLH für die Schweinehalter keine Hilfe darstellt, sondern im Gegenteil sogar schädlich für den Schweinemarkt ist. Zwar fällt die eingelagerte Menge im Vergleich zu den in Deutschland schon vorhandenen Lagerbeständen von Schweinefleisch nur gering aus, die im Februar noch bei über 200.000 t lagen. Trotzdem wird die baldige Auslagerung der in die PLH eingelagerten Mengen die dringend erforderliche Markterholung noch weiter verzögern, denn bereits jetzt fehlen die dafür benötigten Impulse am Fleischmarkt. In der aktuell finanziellen Katastrophensituation, in der Schweinehalter ein weit höheres Preisniveau brauchen, ist das ein Desaster!


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