13.03.2026rss_feed

Rainer treibt Exportstrategie in Südafrika voran: Absatzchancen für Schweinefleischimporte trotz ASP

ASP bei Hausschweinen: Keine weiteren Einschränkungen bei Schweinefleischexporten erwartet ©Canva

Mit klarem Fokus auf die deutsche Agrarexportstrategie ist Bundesminister Alois Rainer in dieser Woche nach Südafrika gereist – und hat dort wichtige Fortschritte für die Wiederaufnahme deutscher Schweinefleischexporte erzielt. Beide Länder wollen trotz Afrikanischer Schweinepest neue Handelswege öffnen und ihre Zusammenarbeit bei Tierseuchen deutlich vertiefen.

 

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer ist in dieser Woche in Begleitung einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation zu politischen Gesprächen nach Kapstadt gereist.

 

Schritte zur Wiederaufnahme von Schweinefleischexporten

Im Zentrum der Gespräche zwischen Rainer und seinem südafrikanischen Amtskollegen John Steenhuisen stand die Frage, wie deutsche Schweinefleischlieferungen trotz der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wieder möglich werden können. Beide Seiten vereinbarten, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die den Handel auch unter Tierseuchenbedingungen ermöglichen. Südafrika gilt als wichtiger Absatzmarkt und wirtschaftliches Tor zum afrikanischen Kontinent.

 

Handel wiederbeleben: Vor ASP 20.000 Tonnen exportiert

Vor Ausbruch der ASP in Deutschland im Jahr 2020 wurden jährlich ca. 20.000 t deutsches Schweinefleisch nach Südafrika geliefert. Damit stand Südafrika im Ranking der wichtigsten Drittlandsziele für deutsche Schweinefleischlieferanten an achter Stelle. Entsprechend groß ist nun das Interesse an einer Wiederbelebung des Handels. Mit Rainers Besuch wurde nach eigenen Angaben ein großer Schritt in diese Richtung gemacht.

 

Engere Kooperation bei Tierseuchenbekämpfung

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war die Tiergesundheit: Deutschland und Südafrika unterzeichneten eine Absichtserklärung zur intensiveren Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Maul‑ und Klauenseuche. Ziel ist es, fachlichen Austausch zu stärken und Präventions‑ sowie Bekämpfungsstrategien weiterzuentwickeln. Die südafrikanische Seite betonte zudem ihr Interesse an stabilen, partnerschaftlichen Handelsbeziehungen und neuen wirtschaftlichen Perspektiven für die Region. Rainer ist der erste deutsche Landwirtschaftsminister seit 2013, der zu politischen Gesprächen nach Südafrika gereist ist – ein Signal für die wachsende Bedeutung der bilateralen Zusammenarbeit.

 


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