31.07.2013

Rabobank: Marktaussichten für Schweinesektor sind gut

Die Marktaussichten für den Schweinesektor sind in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres bis 2014 hinein gut. Davon geht zumindest, laut Agra Europe, die Rabobank in einem aktuellen Bericht aus.

 

Die Utrechter Marktexperten rechnen damit, dass das weltweite Angebot nur geringfügig steigen wird, während die Nachfrage Chinas anziehen dürfte. Gleichzeitig sorgten anhaltend hohe Preise für Rind- und Geflügelfleisch für Unterstützung. Allerdings seien deutliche Preissteigerungen für Schweinefleisch wegen der hohen globalen Bestände kaum zu erwarten.

 

Nachfrage nach Schweinefleisch enttäuschte

Ursachen für die umfangreichen Lagermengen seien das enttäuschende erste Halbjahr des laufenden Vermarktungsjahres und die Wirtschaftskrise, die vor allem in den Industrieländern weiterhin die Nachfrage belaste. Allerdings dürften bei unter dem Strich sehr moderaten Preissteigerungen üppige Ernten zu sinkenden Futterkosten führen. In der Folge würden sich die Gewinnmargen der Branche weltweit erholen. Zu bezweifeln sei jedoch, dass damit die Verluste aus dem ersten Halbjahr ausgeglichen werden könnten, weil sich die Gewinnschere nur relativ langsam öffne.

 

Globaler Handel wächst

Längerfristig gesehen wachse die Bedeutung des globalen Handels für die Schweinefleischbranche. Darauf deute die angekündigte Übernahme des US-Schlachtkonzerns Smithfield durch den chinesischen Nahrungsmittelkonzern Shuanghui International hin.

Nicht auszuschließen sei, dass weitere Unternehmen in Importländern dem Vorbild von Shuanghui folgten. Darauf würden auch die geringe Anzahl großer Exportländer, das Nachfragewachstum, Versorgungslücken bei Getreide in Asien und anhaltende Preisschwankungen hinwirken, so Agra Europe.