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Polen: ASP-Ausbruch in großem Hausschweinbestand

©Canva

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In Polen ist zum ersten Mal in diesem Jahr ein Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in einem Hausschweinebestand nachgewiesen worden. Es handelt sich dabei um einen großen Sauenbestand. Unterdessen grassiert die ASP in Polen bei Wildschweinen immer noch stark im grenznahen Gebiet zu Deutschland, berichtet Agra Europe (AgE).

 

Zweitgrößter Fall in Hausschweinebestand seit 2014

Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte den Ausbruch in einem Betrieb im Landkreis Świebodzin der Wojewodschaft Lebus, knapp 60 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Betroffen ist ein Sauenbestand mit fast 16.000 Tieren. Es handelt sich damit um den zweitgrößten Einzelfall seit dem erstmaligen Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Polen im Jahr 2014. Medienberichten zufolge ist nun die Sorge groß, dass die Seuche über Ferkel auch auf andere Betriebe gelangt sein könnte.

 

Aktives Seuchengeschehen bei Wildschweinen in Grenznähe

Unterdessen grassiert die ASP im polnischen Wildschweinbestand unvermindert weiter. Laut den offiziellen Angaben wurden in der vergangenen Woche insgesamt 86 neue Funde mit insgesamt 163 Tieren verzeichnet. Problematisch aus deutscher Sicht ist die Tatsache, dass allein 60 der zuletzt registrierten Totfunde aus dem grenznahen Lebus stammen. Die Zahl der Wildfunde ist seit Jahresbeginn auf insgesamt 748 bestätigte Fälle angestiegen.

 

Die ISN meint:

Es ist positiv, dass das ASP-Virus bislang aus den deutschen Hausschweinebeständen herausgehalten werden konnte und Deutschland in Bezug auf Hauschweine weiterhin als ASP-frei gilt. Dies zeigt, dass die Biosicherheitskonzepte der schweinehaltenden Betriebe greifen. Damit das so bleibt, ist weiterhin höchste Vorsicht geboten, denn das Einschleppungsrisiko ist hoch. Die Biosicherheitsmaßnahmen sind mit allerhöchster Konsequenz weiter umzusetzen. Das gilt für Schweinehalter, Jäger und alle anderen Beteiligten gleichermaßen.


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