25.01.2022rss_feed

Niederlande exportieren weniger Ferkel und Schlachtschweine

©Pixabay

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Die niederländischen Ferkelexporte in andere EU-Mitgliedsstaaten waren im vergangenen Jahr stark rückläufig. Eine Ausnahme stellte die Vermarktung von Tieren nach Spanien dar, die im Vorjahresvergleich fast um 20% zulegte. Der Schlachtschweineexport verzeichnete ebenfalls ein deutliches Minus, berichtet Agra Europe (AgE).

 

Ferkelexporte nach Deutschland fast 17% rückläufig

Die niederländischen Schweinehändler haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Tiere in andere EU-Staaten exportiert als 2020. Wie aus vorläufigen Daten der niederländischen Unternehmensagentur (RVO) hervorgeht, wurden rund 6,26 Millionen Ferkel im EU-Ausland abgesetzt; das waren 744.100 oder 10,6 % weniger als im Vorjahr. Deutschland blieb mit 3,56 Millionen Ferkeln Hauptkunde, doch waren die Lieferungen ins Bundesgebiet um 718.300 Stück beziehungsweise 16,8 % rückläufig. Unter anderem der Schweinestau zu Jahresbeginn und die niedrigen Preise am Schweinemarkt in Deutschland wirkten absatzdämpfend. In den Niederlanden selbst sorgte zudem der Abbau der Sauenbestände für ein geringeres Angebot.

 

Ausfuhren nach Spanien legten zu

Auch in viele andere EU-Länder verkauften die Niederländer 2021 weniger Ferkel. So nahm die entsprechende Ausfuhr ins Nachbarland Belgien um 15,0 % auf 766.600 und nach Italien um 22,0 % auf 96.800 Tiere ab. Einen regelrechten Einbruch um 71,4 % auf nur noch 41.400 Ferkel gab es im Geschäft mit Polen. Eine Ausnahme stellte die Vermarktung von Tieren nach Spanien dar, die im Vorjahresvergleich um rund 258.000 oder 19,9 % auf 1,55 Millionen Stück zulegte.

 

Deutliches Minus bei Schlachtschweineexporten

Noch deutlicher als bei den Ferkeln wirkten sich 2021 die Verwerfungen am EU-Schweinemarkt auf die niederländischen Schlachtschweineausfuhren aus. Diese gingen im Vergleich zu 2020 um rund 533.500 oder 42,5 % auf nur noch 721.400 Tiere zurück. Maßgeblich dafür war der Einbruch der Lieferungen schlachtreifer Schweine nach Deutschland um 567.500 Tiere bzw. mehr als 50 % auf 559.200 Stück. Zwar konnte dies durch Mehrverkäufe nach Belgien, Polen oder Italien etwas abgemildert werden, doch blieb unter dem Strich ein dickes Minus. Ähnlich sah dies beim Absatz von Sauen in der EU aus, der gegenüber 2020 um fast 19 % auf 512.200 Tiere sank. Auch hierfür war der Exportrückgang an Deutschland als Hauptkunden mit 136.300 Stück oder 42,6 % auf 183.100 Sauen verantwortlich.

 


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