28.07.2023rss_feed

Nach acht Monaten Ruhe: Neue ASP-Fälle beim Schwarzwild im Landkreis Oberspreewald-Lausitz festgestellt

Kartenausschnitt: Die Karte zeigt die aktuellen Fundorte im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sowie die derzeitigen Wildschutzzäune (gelb=Gehölzschutzzaun, rot=fester Wildschutzzaun, rosa=Bauzaun). (Grafik: Veterinäramt OSL/Schuster ©https://www.osl-online.de/asp)

Kartenausschnitt: Die Karte zeigt die aktuellen Fundorte im Landkreis Oberspreewald-Lausitz sowie die derzeitigen Wildschutzzäune (gelb=Gehölzschutzzaun, rot=fester Wildschutzzaun, rosa=Bauzaun). (Grafik: Veterinäramt OSL/Schuster ©https://www.osl-online.de/asp)

Nachdem im November letzten Jahres die Afrikanische Schweinepest (ASP) erst- und einmalig bei einem Wildschwein im Landkreis Oberspreewald-Lausitz in Brandenburg nachgewiesen wurde, erhält das Thema nun eine neue Aktualität. Wie der Landkreis diese Woche mitteilte, wurden fünf neue ASP-Fälle beim Schwarzwild festgestellt, weitere Verdachtsfälle liegen vor. Die bisher geltenden Restriktionen werden noch einmal verstärkt.

 

Knapp acht Monate nach dem ersten und bislang einzigen Nachweis eines mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) infizierten Wildschweines im Gebiet des Landkreises Oberspreewald-Lausitz ist das Virus dort erneut festgestellt worden. Fünf neue Fälle wurden in dieser Woche durch das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Das teilte der Landkreis in einer Pressemitteilung mit. Weitere Verdachtsfälle auf brandenburgischer und sächsischer Seite im Umfeld der Fundorte nahe Großkoschen im Süden des Kreisgebiets an der Grenze zu Sachsen liegen vor, so der Landkreis.

 

Schutzmaßnahmen werden verstärkt

Nach Aussage des Landkreises habe der ASP-Krisenstab bereits die Arbeit aufgenommen und berate über Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Damit ist zeitnah mit einer Ausweitung der bisher im Landkreis geltenden Restriktionszonen und weiteren lokalen Seuchenschutzmaßnahmen zu rechnen, z.B. mit verschärften Vorgaben für Jagdausübungsberechtigte und Schweinehalter. Parallel werden weitere Maßnahmen, wie etwa der Bau eines zusätzlichen schwarzwildsicheren Schutzzaunes innerhalb des Kreisgebietes, in Betracht gezogen.

Darüber hinaus sei geplant, den Wildschwein-Schutzkorridor als doppelt eingezäuntes Gebiet entlang der Grenze zu Sachsen weiter zu verstärken. Hier soll konkret die zweite Zaunreihe in Richtung Sachsen, die in Teilen bislang aus Bauzäunen besteht, gegen einen Festzaun ausgetauscht werden, um die Schutzwirkung weiter zu verstärken. Zum Zweck der Gefahrenabwehr hat der Landkreis bislang Wildschutzzäune mit einer Gesamtlänge von 240 Kilometern errichtet.

Die konkreten bevorstehenden Maßnahmen werden zeitnah in einer Allgemeinverfügung veröffentlicht.

Aktuelle Informationen zum Thema erhalten Bürgerinnen und Bürger, Tierhalter und Jäger aus OSL unter www.osl-online.de/asp


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