Mehr Schweine in der EU geschlachtet
In der Europäischen Union wurden im ersten Halbjahr 2026 mehr Schweine geschlachtet als im Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich stiegen die Schlachtzahlen in Dänemark. Für die zweite Jahreshälfte erwartet die EU-Kommission jedoch eine rückläufige Entwicklung.
Die Schweineschlachtungen in der Europäischen Union sind im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,6 % gestiegen. Das geht aus den jüngsten Daten der EU-Kommission hervor, die auf Meldungen der Mitgliedstaaten an Eurostat basieren.
Deutliche Zuwächse in Dänemark, Belgien und Polen
Den stärksten Anstieg verzeichnete Dänemark. Dort wurden von Januar bis Juni 8,3 % mehr Schweine geschlachtet als im ersten Halbjahr 2025. Auch Belgien mit einem Plus von 3,0 %, Polen mit 2,9 % und Spanien mit 2,1 % meldeten überdurchschnittliche Zuwächse.
Deutschland mit leichtem Plus
In Deutschland stiegen die Schweineschlachtungen dagegen nur leicht um 0,4 %. Damit lag die Entwicklung auf dem Niveau Frankreichs. In Italien gingen die Schlachtzahlen hingegen um 0,9 % zurück. Den stärksten Rückgang innerhalb der betrachteten EU-Mitgliedstaaten meldeten die Niederlande mit einem Minus von 5,6 %.
EU-Kommission erwartet Rückgang im zweiten Halbjahr
Neben der Zahl der Schlachtungen nahm auch die produzierte Schweinefleischmenge in der EU zu. Gemessen in Tonnen lag sie im ersten Halbjahr 2026 um 1,9 % über dem Vorjahresniveau. Der stärkere Anstieg der Fleischproduktion im Vergleich zu den Schlachtzahlen ist auf höhere durchschnittliche Schlachtgewichte zurückzuführen. Für das zweite Halbjahr 2026 rechnet die EU-Kommission in ihrem Short-Term Outlook jedoch mit rückläufigen Schweineschlachtungen gegenüber dem Vorjahr.
