15.01.2019rss_feed

Lüftung absichtlich außer Betrieb gesetzt - 900 Schweine verenden

Die Presse berichtet breit über die Geschehnisse auf dem Betrieb Röring

Die Presse berichtet breit über die Geschehnisse auf dem Betrieb Röring

Bislang unbekannte Täter haben die Lüftungs- und Alarmanlage in einem Schweinestall der Familie des CDU-Bundestagsabgeordneten und westfälischen Bauernpräsidenten Johannes Röring ausgeschaltet. 900 Mastschweine erstickten dadurch. 

 

Wie krank und skrupellos muss man sein, um so eine Tat zu verüben? In einem Schweinestall der Familie des CDU-Bundestagsabgeordneten und westfälischen Bauernpräsidenten Johannes Röring wurde in der Nacht vom vergangenen Sonntag auf Montag eingebrochen und der Strom abgestellt. Im Normalfall hätten dann die Alarmsysteme angeschlagen, doch auch die wurden – wie sich die Sachlage darstellt – vorher abgeschaltet. Die Funktionsfähigkeit der Alarmanlage war noch im Dezember 2018 von einer Fachfirma überprüft worden. Derzeit gehen wir davon aus, dass der oder die Täter wussten, dass dort eine Alarmanlage existiert und sie haben, bevor sie die Belüftungsanlage manipuliert haben, die Alarmanlage ausgeschaltet, erläuterte ein Sprecher der Polizei im Kreis Borken gegenüber dem WDR. So kam es vom Tierhalter zunächst unbemerkt und zwangsläufig zum Supergau – 900 Schweine erstickten im Verlaufe der Nacht. Laut dpa ermitteln nun Polizei uns Staatsschutz. Letzter greift immer dann in die Ermittlungen ein, wenn Straftaten mit mutmaßlich politischem Hintergrund verübt wurden.  

 

PETA setzt Belohnung aus

Wer kann das gewesen sein? Darüber lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur spekulieren. In jedem Fall ist hektische Betriebsamkeit bei verschiedenen Tierrechtsorganisationen zu erkennen. So hat laut einem Bericht der Westfälischen Nachrichten (WN) PETA eine Belohnung in Höhe von 1000 € ausgesetzt, um die Aufklärung in diesem Fall zu unterstützen. PETA-Mann Dr. Edmund Haferbeck wird zudem in der WN mit der Aussage zitiert, dass Tierschützer ganz sicher nichts mit dem Tod der Schweine zu tun hätten, denn bei ihnen habe das Tierwohl höchste Priorität.

 

Die ISN meint:

Der Vorfall erschüttert uns zutiefst. Sollten diese abscheulichen Taten, aus den Reihen der Tierrechtsszene verübt worden sein, dann haben wir jetzt eine geradezu beängstigende Eskalation erreicht, bewertet ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack die Situation. Und weiter: Diese Radikalisierung ist für keinen – nicht für den Staat, für die Gesellschaft, für die Bauern und natürlich auch nicht für die ‚echten‘ Tierschutzorganisationen - hinnehmbar. Eine Stufe, bei der der Staat mit all seinen Möglichkeiten konsequent vorgehen muss.



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