13.06.2014

Landwirtschaft in NRW auf dem Prüfstand

Mit einer großen Anfrage an die Landesregierung in Düsseldorf zum Thema Wirkungen der Landwirtschaft auf die Ressourcen Wasser, Boden, Luft und biologische Vielfalt in Nordrhein-Westfalen stellen die NRW-Landtagsfraktionen von SPD und Bündnis90 /Die Grünen die Landwirtschaft in ihrer Region auf den Prüfstand.

 

130 Fragen – von Abluftreinigung bis Gülleausbringung

Insgesamt 130 Fragen hat die Landesregierung bzw. das Landwirtschaftsministerium nun zu beantworten. Gegliedert nach den Auswirkungen auf Wasser, Boden, Luft und biologische Vielfalt soll die Situation in NRW beschrieben werden. Hier nur zwei Beispiele aus dem Fragenkatalog:

Frage 71: Wie beurteilt die Landesregierung den Einsatz und die Effizienz von Abluftreinigungsanlagen?

Frage  107: Wie bewertet die Landesregierung die Einführung einer Wirtschaftsdünger-Datenbank, um die ausgebrachten Nährstoffmengen flächenscharf zu erfassen?

Gegenüber den Westfälischen Nachrichten (WN) begründet der SPD-Abgeordnete Frank Sundermann die Anfrage neutral und ohne eigene Wertung folgendermaßen Wir wollen einen Gesamtüberblick bekommen. Dieser fehle bisher. Anders der Grünen-Abgeordnete Norwich Rüße. Er bezeichnet in der heutigen Ausgabe der Zeitung die Landwirtschaft als Hauptverursacher für eine steigende Nitratbelastung. Die Düngemittelverordnung sei dafür gemacht, den größtmöglichen Ertrag zu sichern. Kein Landwirt habe das Recht, Güter der Allgemeinheit zu beschädigen, wird Rüße weiter zitiert.

 

Drei Monate zur Beantwortung

Nach den Angaben der WN habe das Agrarministerium nun drei Monate Zeit zur Beantwortung der Fragen. SPD und Grüne wollten daraus Handlungsanweisungen ableiten.

Die ISN meint: Viele Fragen stehen im direkten Zusammenhang zur Schweinehaltung. Selbstverständlich wird sich die ISN aktiv in die Diskussionen einbringen um zur Aufklärung der Situation beizutragen.


Hier können Sie die großen Anfrage in voller Länge lesen.