16.01.2026rss_feed

ITW: Nämlichkeit rückt näher - 198 neue Ferkelaufzüchter registriert

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Nach der Anfang November gestarteten Registrierungsphase für Ferkelerzeuger zieht die Initiative Tierwohl (ITW) Bilanz: Zukünftig nehmen 198 weitere Betriebe mit gut 2,7 Mio. Tieren pro Jahr teil. Der Ferkelfonds endet mit dem Jahr 2026 – bis dahin soll die Lücke zwischen Ferkelaufzucht und Schweinemast vollständig geschlossen werden.

 

Die ITW hat eine weitere Registrierungsphase für die Ferkelaufzucht abgeschlossen. 198 neue Ferkelaufzuchtbetriebe mit insgesamt 2,7 Millionen Tieren pro Jahr wurden aufgenommen. Damit sind aktuell über 9.000 schweinehaltende Betriebe, darunter 1.589 Ferkelaufzüchter und 1.250 Sauenhalter bei der ITW registriert. In der Summe sind dadurch rund 22,5 Millionen Mastschweine und rund 19 Millionen Ferkel pro Jahr im System der ITW dabei.

 

Lücke zwischen Aufzucht und Mast weiter geschlossen

Die neuen Ferkelaufzuchtbetriebe nehmen als nämliche Ferkelaufzüchter an der ITW teil. Das bedeutet, dass die Voraussetzung für die Auszahlung des Tierwohlentgelts an die neuen Ferkelerzeuger daran geknüpft ist, dass die Ferkel an einen ITW-Mäster geliefert werden. Nur für diese Ferkel bekommen die Neuteilnehmer die 4,50 Euro pro Tier aus dem Ferkelfonds.

Die Lücke zwischen Ferkelaufzucht und Schweinemast konnte mit den neu aufgenommenen Betrieben weiter verkleinert werden. Ziel ist die so genannte Nämlichkeit, die darin besteht, dass alle Schweine im ITW-System von der Geburt bis zur Schlachtung ausschließlich auf an der ITW teilnehmenden Betrieben gehalten werden.

 

Nämlichkeit: 3 Millionen Ferkel fehlen noch

Mit der erfolgreichen Registrierung der Ferkelaufzuchtbetriebe gelingt ein entscheidender Schritt in Richtung durchgängige Nämlichkeit und mehr Transparenz in der Schweinehaltung. Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Branche gemeinsam Verantwortung übernimmt und bereit ist, die Herausforderungen der Zukunft aktiv anzugehen. Unser Ziel bleibt, die Lücke zwischen Aufzucht und Mast vollständig zu schließen und damit das Tierwohl weiter zu stärken, erklärt Robert Römer, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. Klar ist aber auch: Noch fehlen faktisch gut 3 Millionen Tiere. Dieses Delta muss bis zum Auslaufen des Ferkelfonds Ende des Jahres vollständig geschlossen werden. Ab 2027 soll die Finanzierung durchgängig über den Markt erfolgen.

 


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