20.08.2021

ISN: Vorfahrt für heimisches Schweinefleisch!

Schluss mit der Doppelmoral! Unsere Forderung an den Lebensmittelhandel ist klar: Vorfahrt für heimisches Schweinefleisch!

Schluss mit der Doppelmoral! Unsere Forderung an den Lebensmittelhandel ist klar: Vorfahrt für heimisches Schweinefleisch!

Billigangebote aus anderen Herkunftsländern müssen aus dem deutschen Lebensmittelhandel verschwinden – ohne Wenn und Aber! Auch bei den jeweiligen Konzerntöchtern im Großhandel muss beim Fleischein- und Verkauf konsequent auf die Einhaltung der hohen Standards, die auch an die hiesigen Schweinehalter gestellt werden, geachtet werden. Machen Sie mit und melden Sie uns entsprechende Ramschangebote aus anderen Herkunftsländern!

 

Die Doppelmoral im Lebensmittelhandel wird am Schweinemarkt in diesen Tagen besonders deutlich: Auf der einen Seite betonen verschiedene Handelsunternehmen immer wieder, wie wichtig ihnen die deutsche Herkunft beim Schweinefleisch sei. Einige Handelshäuser untermauern das auch mit entsprechender Absatzförderung und umfangreichen Werbeaktionen für deutsches Schweinefleisch in Handzetteln etc. Gut und weiter so, denn genau das brauchen wir in der jetzigen Marktsituation! Auf der anderen Seite gibt es aber auch Handelsunternehmen, die ganz anders handeln: Sie haben konzerneigene Großhandelsunternehmen, die insbesondere Großverbraucher und die Gastronomie beliefern. Hier gilt weiterhin stumpf nur der Preis. Auf die deutsche Herkunft und hiesige Standards scheint es nicht anzukommen. Motto: Egal wie produziert, egal woher, Hauptsache billig!   

 

In der Krise zeigt sich das wahre Gesicht

In der Krise zeigt sich das wahre Gesicht, so auch jetzt: Wer abseits der Sichtbarkeit für den Verbraucher, d.h. abseits der Frischetheke im Einzelhandel, zeitgleich über den Großhandel Fleisch aus Spanien, Chile oder anderen Herkunftsländern zu deutlich niedrigeren Preisen anbietet, der handelt alles andere als verantwortlich! Jüngste Beispiele sind Angebote für Schweinefilets der Metro und von EDEKA Foodservice u.a. aus Spanien und Chile. Letzteres Unternehmen hatte zwar bereits in einem Schreiben angekündigt, das chilenische Produkt aufgrund der aufkommenden Kritik aus der aktiven Vermarktung zu nehmen. Aber was heißt das schon? Solange diese Importprodukte nicht konsequent gänzlich ausgelistet werden und der Handel damit klar gestoppt wird, ist aus unserer Sicht diese Ankündigung nur Augenwischerei.

 

Schallende Ohrfeige für hiesige Schweinehalter

Und nicht nur das: Angesichts der katastrophalen Lage für die hiesigen Schweinehalter - die den Handelshäusern aufgrund der verschiedenen Dialogformate, die nach den letzten Bauernprotesten ins Leben gerufen worden waren, ohne Frage deutlich bekannt ist – ist das Gebaren eine schallende Ohrfeige. Im Klartext: Man listet das Importprodukt nicht aus, sondern verzichtet lediglich auf die aktive Bewerbung. Gekrönt wird diese Doppelmoral in einem EDEKA-Schreiben mit dem Verweis darauf, dass ja 90 % ihrer Fleischprodukte aus Deutschland kommen. Auch das ist natürlich gut so, aber gerade die letzten Prozentpunkte sind das Zünglein an der Waage, mit denen – entsprechend angebracht –Druck in den Markt hineingebracht wird. Verantwortliches Handeln sieht definitiv anders aus!

 

Schluss mit der Doppelmoral

Unsere Forderung an den Lebensmittelhandel ist klar: Vorfahrt für heimisches Schweinefleisch! Billigangebote aus anderen Staaten müssen aus dem gesamten deutschen Lebensmittelhandel unverzüglich verschwinden – und zwar ohne Wenn und Aber!, bringt es ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack auf den Punkt. Schluss mit der Doppelmoral! Ein klares Bekenntnis zur heimischen Produktion muss für alle Vertriebskanäle – wie z.B. den Großhandel - im jeweiligen Konzern gelten. Der gleiche Maßstab muss für alle Produkte gelten, egal über welchen Vertriebsweg sie gehandelt werden. Dabei hat auch der Lebensmitteleinzelhandel noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Denn Herkunft und Standards dürfen nicht nur beim Frischfleisch eine Rolle spielen, sondern müssen auch für die ganze Palette der verarbeiteten Produkte gelten. Übrigens auch unter Einbeziehung der Ferkelerzeugung, die bislang nur selten Berücksichtigung findet. Alles andere ist Augenwischerei! Da haben alle Lebensmittelhändler noch große Baustellen.

 

Gleicher Qualitätsmaßstab für alle Produkte

Uns geht es nicht um Spezialitäten, die aus anderen Ländern kommen! Uns geht es um die Standardprodukte – wie Schweinefilets – für die es keinen vernünftigen Grund gibt, warum die aus anderen Ländern kommen müssten. Und Preisdrückerei ist kein akzeptabler Grund in einem selbst so oft angepriesenen partnerschaftlichen Verhältnis. Ganz abgesehen davon, dass wir auch die Erzeugerstandards aus Ländern wie Chile hinterfragen müssen, führt Staack weiter aus. Wie passt es zusammen? Immer höhere Standards, die hierzulande gefordert werden und zugleich Billigangebote aus anderen Ländern, bei denen man wohl nicht so genau auf die Standards achtet. Die Folge: Deutsche Schweinehalter bleiben auf ihren Tierwohlschweinen sitzen. Auch hier zeigt sich die Doppelmoral, die einige Handelshäuser an den Tag legen, bringt es Staack auf den Punkt.

 


Aufruf: Machen Sie mit und melden Sie uns Dumpingangebote aus anderen Herkunftsländern!

Aufruf: Machen Sie mit und melden Sie uns Dumpingangebote aus anderen Herkunftsländern!

Mitmachen – Dumpingangebote aus anderen Herkunftsländern melden

Einige Handelshäuser haben den Bogen jetzt klar überspannt! Die Preisdrückerei am deutschen Schweinemarkt muss ein Ende haben. Schweine aus heimischer Produktion müssen endlich wieder auskömmlich bezahlt werden – davon sind wir aktuell meilenweit entfernt so Staack weiter. Aktuell fehlen über 50 Euro Erlös pro Schwein! Das hält kein Betrieb mehr lange aus. Die Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand! Billigangebote beim Schweinefleisch aus anderen Ländern gehen daher gar nicht. Wir brauchen ohne Frage Absatzförderung, aber nicht so! Das muss sofort aufhören. Helfen Sie uns dabei!

Wie? Indem Sie uns Billigangebote für Schweinefleisch aus anderen Herkunftsländern bei ihrem Lebensmittelhändler vor Ort, in Broschüren oder an anderer Stelle melden. Schicken Sie uns ein Foto oder den entsprechenden Link. Wichtig: Wir brauchen auch die Information wann und wo dieses Angebot gesehen wurde. Wie schon beschrieben, geht es nicht um Spezialitäten sondern Standardprodukte, die problemlos auch hierzulande zu beziehen sind.

Wir werden dann damit an geeigneter Stelle entsprechend den Finger in die Wunde legen und auf Vorfahrt für heimisches Schweinefleisch drängen!


Schicken Sie uns die Bilder und und Informationen über Ramschangebote per E-Mail an isn@schweine.net