13.11.2018rss_feed

Hoffnung auf ersten ASP-Impfstoff

Wildschwein

Spanische Forscher machen Hoffnung auf die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffes gegen Afrikanische Schweinepest (ASP) - zunächst für Wildschweine. Laut Informationen von Prof. Jose Sánchez-Vizcaíno, Virologe an der Tiermedizinischen Fakultät der Universität Madrid und Direktor des ASP-Referenzlabors der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) in Madrid, haben seine langjährigen Forschungsarbeiten zur Entwicklung eines Impfstoffes inzwischen gute Ergebnisse gezeigt.

 

Schluckimpfung entwickelt

Konzentriert habe er sich in seiner Arbeit auf die Bekämpfung der gefährlichen Seuche im Wildschweinebestand, weil hier das Problem in der EU bislang deutlich größer sei als bei den Nutztieren, erklärte der Experte vor kurzem auf der Agrarmesse Sepor im südspanischen Lorca. Das Schutzniveau durch den aktuell vorliegenden Schluckimpfstoff sei sehr hoch. Forschungsbedarf bestehe aber noch hinsichtlich der Stabilität des Mittels. Unklar seien auch noch die möglichen Folgen einer Aufnahme mehrerer Impfdosen, die bei einer Schluckimpfung wild lebender Tiere nicht auszuschließen sei.

 

Markteinführung in spätestens zwei Jahren

Wie der Wissenschaftler außerdem berichtete, erwartet er die Markteinführung des neuen Impfstoffes in spätestens zwei Jahren. Er führe hierzu bereits Gespräche mit einem multinationalen Unternehmen. Ziel sei es, durch die Massenimpfung von Wildschwein den Virusdruck zu minimieren und dadurch auch den Nutzierbestand besser zu schützen.



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