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Historisch niedrige Lagerbestände an Schweinefleisch zum Jahresende 2025

©Canva

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Die Schweinefleischbestände in deutschen Kühlhäusern waren zum Jahresende 2025 ungewöhnlich niedrig. Im Weihnachtsgeschäft wurden die Lager deutlich abgebaut – ein Zeichen für knappe Mengen und gestiegene Kosten, aber auch für mögliche Einlagerungsimpulse zu Jahresbeginn. Aus Sicht der Schweinehalter zeichnen sich gute Voraussetzungen für eine weitere freundliche Entwicklung der Schlachtschweine- und Ferkelpreise ab.

 

Die eingelagerten Mengen an Schweinefleisch lagen im gesamten Jahr 2025 um 3 Prozent unter der eingelagerten Menge des Vorjahres. Im Vergleich zum Jahr 2022 lag der Schweinefleischbestand sogar um 46 Prozent niedriger, berichtet aktuell die Agrarmarkt- und Informations-gesellschaft (AMI) auf Basis von Daten des Verbands Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen (VDKL). In den Monaten November und Dezember 2025 wurden die Lagermengen während des Weihnachts-geschäfts sogar deutlich abgebaut und die Vorjahreswerte spürbar unterschritten.

 

Lagerbestände im Januar aufgefüllt?

Aufgrund geringerer Mengen an Schweinefleisch sowie gestiegener Lager- und Energiekosten hatte die Einlagerung insgesamt weniger Bedeutung. Bei Angebotsdruck und niedrigeren Preisen könnten die Gefrier- und Kühlhausbestände wieder steigen. Dementsprechend dürfte im Januar 2026 wieder mehr Schweinefleisch, wie beispielsweise Grillartikel für die nächste Grillsaison, eingelagert worden sein, ausgehend von einem vergleichsweise geringeren Lagerbestand im Dezember 2025.

 

Freundliche Aussichten am Schweinemarkt

Aus Sicht der Schweinehalter bieten sowohl die niedrigen Lagerbestände an Schweinefleisch als auch die weiteren Rahmenbedingungen am Schweinemarkt gute Voraussetzungen für eine weitere freundliche Entwicklung der Schlachtschweine- und Ferkelpreise. Der Lebendmarkt zeigt sich aktuell deutlich aufnahmefähiger als noch zu Jahresbeginn und die Vermarktung von schlachtreifen Schweinen läuft wieder zügiger, wie auch heute das Auktionsergebnis der Internet Schweinebörse zeigte – mit einem Durchschnittspreis von 1,62 € liegt es derzeit 12 Cent über dem Vereinigungspreis. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte der aktuelle Preisanstieg der VEZG-Notierung für Schlachtschweine der Beginn einer nachhaltigeren Preiserholung sein, die der deutschen Schweinehaltung wieder eine auskömmliche wirtschaftliche Grundlage verschafft.



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