21.07.2016rss_feed

Gülleverwertung: Lasst uns aus dem was heute stinkt, etwas machen was morgen klebt

Wird Gülle bald für den Straßenbau verwendet werden können?

Wird Gülle bald für den Straßenbau verwendet werden können?

Wer sucht, der findet… weitere wertvolle Einsatzbereiche für Schweinegülle. In diesem Fall haben Forscher der US-Universität für Landwirtschaft und Technik North-Carolina eine Möglichkeit gefunden, Gülle für die Asphaltherstellung zu nutzen.

 

Let's turn what stinks today to what sticks tomorrow (Lasst uns aus dem was heute stinkt, etwas machen was morgen klebt)

Ein Forscherteam rund um die Professorin Elle Fini hat ein Verfahren entwickelt das erdölbasierte Bitumen in Asphaltmischungen zu ersetzen. In Schweinegülle haben sie ein ´reichhaltiges Öl´ gefunden - das wie Bitumen - die Gesteinsmischung im Asphalt zusammen hält.

 

Dazu soll der Asphalt, der mit Hilfe des Wirtschaftsdüngers produziert wird, rund fünfmal günstiger sein als der auf Erdölbasis. Laut Angaben der Forscher kostet die Herstellung einer Tonne Schweine-Bitumen nur rund 150 US-Dollar (~136 €). Die gleiche Menge erdölbasierten Bitumens kostet laut US-Verkehrsministerium im Schnitt 750 US-Dollar (~680 €).

 

Über den Geruch braucht sich niemand zu sorgen. Während des Herstellungsprozesses werden die geruchsbildenden Stoffe herausgefiltert. Und es kommt noch besser: Die Nebenprodukte, die bei der Herstellung des Schweine-Bitumens entstehen, können laut Fini als Dünger verwendet werden.

 

Ob sich der Asphalt mit Schweinegülle durchsetzt, bleibt abzuwarten. Professorin Fini hat mit einigen Partnern eine Firma mit dem Namen Bio-Adhesives Alliance gegründet, um das Produkt bekannter zu machen. Unsere Vision ist es, den Landwirten und den Straßenbauern zu helfen. Wir sehen eine Win-win-Si­tu­a­ti­on!, erklärt Fini.


open_in_newOriginalpressemitteilung der Universität North Carolina

open_in_newLink zum Netzwerk der "Bio-Adhesive Alliance"


→ alle Partner auf einen Blick

Partner-News