16.01.2015 rss_feed

Grüne Bundestagsfraktion widerspricht sich selbst - ISN fordert: Bauern-Bashing beenden

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Viel fordern, damit man etwas erreicht. Das könnte das Motto sein, unter dem die Aktivitäten von Bündnis 90/Die Grünen stehen. Passend zur Grünen Woche hat deren Bundestagfraktion einen Antrag mit dem Titel Die Zukunft der Tierhaltung – Artgerecht und der Fläche angepasst in den Bundestag eingebracht.

 

Die ISN - Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands meint: Eine Partei, die Freiheit in den Fokus stellen und Ökonomie und Ökologie versöhnen will (Grünen-Parteitag 2014), straft sich mit solchen Forderungen selbst Lügen. Für die ISN ist der Antrag ein reiner Beleg, dass es den Grünen nur um die Abschaffung der Tierhaltung in Deutschland geht und fordert, dass Bauern-Bashing zu beenden.

 

Lange Latte an Verboten und Vorschriften

Wenn ein Veggie-Day schon nicht beim Verbraucher ankommt, dann wollen die Grünen es den Tierhaltern so schwer machen, dass vielen keine andere Wahl bleibt als aufzuhören und Verbraucher aufgrund steigender Preise freiwillig auf Fleisch verzichten. Uns drängt sich der Eindruck auf, dass die Grünen offenbar grundsätzlich die landwirtschaftliche Tierhaltung hierzulande abschaffen wollen.

Der Antrag der Grünen überspannt alle möglichen Gesetze vom Baurecht, über Immissionsschutz- bis hin zum Tierschutzgesetz und bietet einen Rundumschlag par excellence ohne auch nur ansatzweise die realen Gegebenheiten eines liberalisierten Weltmarktes einzubeziehen.

 

Export der Tierhaltung ins Ausland

Die Bundesregierung soll zudem bei internationalen Abkommen darauf achten, dass kein weiterer Druck auf die Fleischmärkte entsteht, der diesen Zielen zuwider läuft. Das ist populistischer Protektionismus pur und vor dem Hintergrund eines freien Marktes in Europa reines Wunschdenken. Das Gegenteil wird der Fall sein: Wenn in Deutschland die Nutztierhaltung dermaßen begrenzt wird und Verbote jegliche Entwicklung unterbinden, steigen die Importe. Getreu dem Motto Aus den Augen, aus dem Sinn werden die Tierhaltungssyteme so einfach ins Ausland gedrängt, wo niedrigere Standards herrschen. Die Fleischtheken werden deshalb nicht leerer sein. Leidtragende sind dann die Bauern und vor allem die Tiere!

 

ISN fordert: Bauern-Bashing beenden

Die Grünen verkennen überdies völlig, dass sich die Tierhalter bereits intensiv um eine Verbesserung des Tierwohls kümmern und sich keineswegs dem Dialog und den gesellschaftlichen Anforderungen verschließen. Verbesserungen müssen aber im Einklang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Praxis umsetzbar sein. Das Tierwohl verbessert sich nicht automatisch, wenn die Betriebe kleiner sind. Wer die Tierhaltung abschaffen will, sollte das klar sagen, nicht das Baurecht missbrauchen und das Bauern-Bashing endlich beenden, so ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack.


Hier können Sie den kompletten Antrag der Grünen Bundestagfraktion mit dem Titel "Die Zukunft der Tierhaltung – Artgerecht und der Fläche angepasst" herunterladen


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