02.07.2026rss_feed

Globale Schweinefleischimporte: Mexiko baut Spitzenposition aus – China fragt weniger nach

Mexiko steht an der Spitze der weltweiten Schweinefleischimporteure ©Canva

Mexiko steht an der Spitze der weltweiten Schweinefleischimporteure ©Canva

Die globalen Schweinefleischströme haben sich in den vergangenen zehn Jahren grundlegend verändert. Mexiko steuert auf ein neues Rekordhoch zu, während Chinas Importbedarf nach dem Wiederaufbau der eigenen Schweinebestände massiv zurückgegangen ist.

 

Für die fünf größten Schweinefleischimporteure der Welt zeichnet sich im Jahr 2026 eine stabile Entwicklung ab. Nach aktuellen Berechnungen der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) beläuft sich das prognostizierte Importvolumen dieser Spitzengruppe auf insgesamt rund 5,7 Millionen Tonnen, was ziemlich genau dem Vorjahresniveau entspricht. Hinter dieser Stabilität verbirgt sich aber auch eine deutliche Verschiebung der globalen Warenströme in den vergangenen zehn Jahren.

 

Mexiko weltweit größter Importeur

Auf Platz eins des globalen Rankings liegt Mexiko. Der lateinamerikanische Staat hat sein jährliches Einfuhrvolumen binnen eines Jahrzehnts nahezu verdoppelt. Für das laufende Jahr 2026 zeichnet sich mit einer erwarteten Importmenge von circa 1,72 Millionen Tonnen ein historischer Höchststand ab. Mexiko treibt damit wie kein anderes Land die Nachfrage auf dem globalen Markt für Schweinefleisch voran.

 

Konstanz in Japan, Einbruch in China

Direkt dahinter auf dem zweiten Rang folgt Japan. Der Inselstaat zeichnet sich bereits seit vielen Jahren durch eine kontinuierliche und verlässliche Abnahme von Schweinefleisch aus dem Ausland aus. Eine völlig andere Entwicklung vollzieht sich hingegen beim drittplatzierten China. Infolge der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) musste die Volksrepublik ihre Einfuhren ab dem Jahr 2018 drastisch hochfahren, was im Jahr 2020 in einer historischen Rekordimportmenge von rund 5,3 Millionen Tonnen gipfelte, um die enormen Verluste im eigenen Land auszugleichen. Da China seine heimische Schweinehaltung in den Folgejahren jedoch systematisch und erfolgreich wieder hochgefahren hat, schrumpft der Bedarf an ausländischen Lieferungen nun rapide. Für das Jahr 2026 wird lediglich noch ein Importvolumen von schätzungsweise 1,0 Millionen Tonnen erwartet.

 

Philippinen und Südkorea auf Platz 4 und 5

Den Abschluss der fünf führenden Importnationen bilden die Philippinen und Südkorea. Zwar verzeichnen beide asiatischen Märkte im Moment noch leicht steigende Einfuhrzahlen, doch bezüglich ihrer absoluten Importmengen spielen sie in einer deutlich niedrigeren Liga als die drei führenden Nationen an der Spitze des Rankings.


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