24.05.2019rss_feed

Foodwatch startet Petition: Betäubungslose Ferkelkastration stoppen!

"Betäubungslose Ferkelkastration stoppen!" heißt die aktuelle Kampagne von Foodwatch

"Betäubungslose Ferkelkastration stoppen!" heißt die aktuelle Kampagne von Foodwatch

Foodwatch hat gestern eine Petition mit dem Titel: Betäubungslose Ferkelkastration stoppen! gestartet. Damit sollen laut Foodwatch Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels aufgefordert werden, der betäubungslosen Kastration einen Riegel vorzuschieben.

ISN: So weit liegt Foodwatch gar nicht weg von den Forderungen der Schweinehalter und der so betitelten bremsenden Agrarlobby – auch wenn sich uns bei einigen polemisierenden Formulierungen die Nackenhaare sträuben. Denn mit dem LEH ist der Richtige am Haken – nämlich der, der das Steuer in der Hand hält. Nur mit klaren, verbindlichen und konsequenten Vorgaben des LEH können sich die deutschen Schweinehalter auf die Lösungswege einstellen und sind nicht als letztes Glied in der Kette die ökonomisch gekniffenen. 

 

Petition gestern gestartet:

Foodwatch hat gestern eine Petition mit dem Titel: Betäubungslose Ferkelkastration stoppen! gestartet. Damit sollen laut Foodwatch Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels aufgefordert werden, der betäubungslosen Kastration einen Riegel vorzuschieben.

In dem Petitionstext an den LEH heißt es, dass jedes Jahr immer noch 20 Mio Ferkel betäubungslos kastriert würden, obwohl längst praxistaugliche und marktreife Alternativen (genannt werden Ebermast oder die Impfung männlicher Ferkel gegen den strengen Ebergeruch) zur Verfügung stehen. Der Gesetzgeber habe sich von der Agrarlobby ausbremsen lassen und das Verbot dieser grausamen, völlig unnötigen Praxis um zwei weitere Jahre verschoben. Der Handel – laut Foodwatch Rewe, Edeka und Co. – könne dem aber einen Riegel vorschieben und den Verkauf von Fleisch betäubungslos kastrierter Tiere stoppen. Diese sollten sich laut Foodwatch ein Beispiel am Mitbewerber Lidl nehmen, der bereits seit 2016 vertraglich mit allen Lieferanten Fleisch von Schweinen, welche betäubungslos kastriert würden, ausschließe. Erklären Sie öffentlich, dass Sie kein Fleisch und keine Fleisch- und Wurstwaren mehr von betäubungslos kastrierten Ferkeln akzeptieren, heißt es im Petitionsschreiben.

 

Die ISN meint:

So weit liegt Foodwatch gar nicht weg von den Forderungen der Schweinehalter und der so betitelten bremsenden Agrarlobby – auch wenn sich uns bei einigen polemisierenden Formulierungen die Nackenhaare sträuben. Denn mit dem LEH ist der Richtige am Haken – nämlich der, der das Steuer in der Hand hält. Die Forderung von Foodwatch reicht allerdings noch nicht aus. Denn der LEH muss endlich verbindlich sagen, was er haben will und zwar mit klaren Zielvorgaben für die alternativen Verfahren und nicht nur mit schwammigen Bekenntnissen. Und das muss konsequent für das ganze Fleischsortiment, also egal für welches Fleischprodukt und auch wo es herkommt, passieren. Es geht eben nicht, dass wie bei dem von Foodwatch zurecht als Vorreiter genannten Handelshaus nur das Frischfleisch und nicht die verarbeitete Ware im Blick ist.  Erst wenn das geregelt ist, sind die Alternativen in der ganzen Breite der Erzeugung marktfähig. Nur mit klaren, verbindlichen und konsequenten Vorgaben des LEH können sich die deutschen Schweinehalter auf die Lösungswege einstellen und sind nicht als letztes Glied in der Kette die ökonomisch gekniffenen. 


open_in_newHier finden Sie die Foodwatch-Petition...


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